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01
März
Damals hinterm Mond
G. fragt Was geht mit Selbstschutz? und ich grinse schräg, keine Zeit, keine Gelegenheit für sowas.
Ich kann förmlich sehen, wie er am anderen Ende der Leitung missbilligend eine Augenbraue hochzieht, er fühlt sich verantwortlich, immer noch. Fünf Jahre danach, seine Frau ist schwanger. Das entbindet ihn allerdings nicht von seiner Fürsorgepflicht. Du musst selbst wissen, was du tust, sagt er schließlich, und ich denke, mitunter stündlich wechselnd weiß ich und weiß ich nicht, aber das ist jetzt egal, die Richtung stimmt zumindest.
Ich bin ein Stehaufmännchen, so eines, das man nicht dauerhaft umschubsen kann. Wie in diesem Video von New Order, in dem zwei davon sich immer gegenseitig auf die Fresse kloppen Wange schlagen.
Es wird ein Junge, die Familie kann nur Jungen, schon seit Generationen, immer wurde darüber gewitzelt, denn meine Familie konnte nur Mädchen, seit Generationen.
Sie ist immer müde, das ist wohl normal (so langsam kenne ich mich im Schwangerenwerde- und -leidensgang aus). Vielleicht bin ich auch eine Schnabeltasse.
Es ziept auch nur ein wenig, als er sagt, er wäre ja nicht so der Mensch, das Telefon in die Hand zu nehmen und die freudige Nachricht zu verbreiten, im Gegensatz zu ihr.
Ich habe angerufen.
[Mitmenschen]
 
 
Herr Sebas ist charmant und ziemlich weltmännisch, in diesem Anzug und mit dieser Aktentasche. Er kann unendlich breit grinsen, noch besser Grimassen schneiden, und seine erste zweite dritte Frage, als wir noch gar nicht bei den kleinen Indiskretionen sind, ist Sag mal, wo wir gerade bei den kleinen Indiskretionen sind... . Ich lache sehr viel und sehr herzlich, an diesem Nachmittag.
Leider ist das Café tagsüber nicht halb so angenehm wie abends, vielleicht habe ich es mir auch abends einfach immer schöngetrunken, mit diesen Cocktails ohne Schnickschnack, die dafür, dass sie keinen Goldpuschel haben und auch keine Dekoananas, die ich eh nicht essen würde, erheblich größer sind als ihre gut dekorierten Nachbarn. Wie auch immer, das Romantikbrunch zeichnet sich aus durch eine verwelkende Rose, die man uns vor die Nase knallt. Vielen Dank auch.
Ich denke kurzfristig drüber nach, ganz romantisch nach Herrn Sebas´Hand zu greifen und ihn ein wenig anzuschmachten, um den romantischen Schein wenigstens zu provozieren, aber unser beider Herzen schlagen anderweitig, also spare ich mir das kleine Schauspiel. Ohnehin müsste ich nur wieder lachen, oder zumindest auch sehr breit grinsen, was den Effekt ziemlich zunichte machen würde. Also plaudern wir, und ganz nebenbei kommt etwas von dem Menschen durch, den man in der Wundersamen Welt nicht so sehr zu sehen kriegt (das ist ihm jetzt bestimmt peinlich). Mir egal, schließlich nimmt er mich später mehr als hoch, indem er jeden dritten Passanten nach dem Weg fragt, als ich mein kleines Versehen mit der U-Bahn auf dem Weg zurück zum Bahnhof schon längst korrigiert habe.
Die echte heiße Schokolade in meiner Lieblingseisdiele schaffen wir zeitlich schon nicht mehr, aber das macht nichts. Wir haben ja noch eine Rechnung offen.
[Mitmenschen]
 
 
28
Februar
Tragische Verluste
Er ist weg. Der Mikli-Mann ist weg, seit letztens. Über Monate hinweg war er der fast ausschließliche Grund für mich, täglich zwischen 5.30 und 6.00 Uhr morgens erst den Kampf mit der warmen, mich fest umklammernden Bettdecke, dann den mit der kalten Dusche immer und immer wieder anzugehen, mit frischem Mut voraus, meist sogar gewinnend.
Während der Zugfahrt träumte ich bereits von ihm, malte mir aus, wie wir uns, wie jeden Morgen, herausfordernd-feurige Blicke zuwerfen würden, er und ich. Jeden Morgen wieder - mein Grund, zur Arbeit zu fahren, meine Freude, meine Sonne. Er hinter der Schaufensterscheibe des Optikergeschäftes, ich davor klebend. Nein, ich habe nicht täglich neu Reinigungsarbeiten erforderlich gemacht, war aber oftmals kurz davor, den Mann bzw. die Scheibe anzuspringen. Nun ist er weg, ausgetauscht gegen ein nichtssagendes Bübchen, das allenfalls das Kindchenschema erfüllt und mich sowas von überhaupt nicht anspricht. Skandal!

Diese Entdeckung warf mich aus der Bahn - so wie das unschöne Entdeckungen schonmal zu tun pflegen. Vor lauter Umlaufbahnverlust versuchte ich daher Freitag in der Mittagspause bereits das zweite mal seit Anfang Dezember, das Büro mittels überhitzter Mikrowelle anzuzünden (Ich war von vornherein dagegen, eine mit eingebautem Grill zu kaufen - die Verwechslungsgefahr der beiden Knöpfe für "Welle" und "Grill" ist einfach zu groß, zumindest für Traumtänzer wie mich). Jedenfalls klebt seit heute mein Konterfei auf der Mikrowelle. Nicht etwa, wie man bei meinen Bemühungen um mehr kollegiale Freizeit vermuten könnte, um mir zu huldigen, sondern in einem roten Kreis mit einem roten Querbalken durch die Mitte. Darunter steht
Zugriff für Ms_m nur unter Beaufsichtigung erlaubt!.
Ich meine ja, die übertreiben: Viel Essigwasser und drei, vier Tage Warten machen die Räume immer wieder begehbar. Und das fröhliche "Was-war-ich"-Raten meiner zur Unkenntlichkeit verwellten Käsebrote hat auch allen Kollegen bislang viel Freude bereitet, ist nämlich fast wie Bleigießen.
Nun meinen aber die Kollegen, öfter als einmal pro Jahr muss ich nicht Silvester veranstalten. Daher gehen wir morgen nach Feierabend alle gemeinsam zum Optiker rüber. Und bitten ihn, meinen Mikli-Mann wieder aufzuhängen. Oder uns das Poster mitzugeben. Das hänge ich dann in die Küche. Über die Mikrowelle, oder so.
[lorem ipsum]
 
 
Ich bin mir nicht sicher, ob es die vielen kleinen Enttäuschungen oder doch eher die wenigeren großen sind, die so desillusionieren.
[nach innen]
 
 
wechselnd anwesend seit 8152 Tagen
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