letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog


07
Mai
For better for worse.


Das kleine Nadelmäppchen "Hosenmatz" ist ein vorzeitiges Erbe meiner Oma - nicht, dass es besonders wertvoll oder gar selten wäre, im Gegenteil wurden diese Mäppchen ihrerzeit zu Tausenden verkauft; mir ist es aber doch ein Stück Kindheitserinnerung der guten Art, es wird umweht von einem Hauch heißer Milch aus der Blechtasse vom Ofen, vom Duft frischer Reibekuchen mit Zucker und schwarzem Tee, vom Eindruck kindlicher Geborgenheit.
Mit einem solchen Nadelmäppchen lernte ich nähen, zuallererst Socken stopfen, genauer gesagt. Sie staunen? In unserer Familie wurden Socken noch gestopft und nicht sofort, wenn sich ein großer Zeh seinen Weg ans Licht gebahnt hatte, weggeworfen. So war das, damals im Ruhrpott, wir hatten ja nichts (kleiner Insider nur mit mir selbst, verzeihen Sie bitte). Jedenfalls brachte meine Oma mir das Nähen mit einem solchen, wenn auch nicht exakt diesem Mäppchen bei, und wer jemals bei einer Oma, die eine gute Hausfrau ist, nähen gelernt hat, dem wird sich folgender Satz in die Hirnrinde eingebrannt haben: Langes Fädchen, faules Mädchen. Und ja, ein faules Mädchen war ich, wobei Faulheit den Kern nicht einmal annähernd trifft - schon immer war ich ungeduldig und sah keinen Sinn darin, mich langsam und mühsam durch etwas hindurchzuarbeiten, was genauso gut schnell und effektiv erledigt werden konnte, wenn man es nur richtig anstellte. Meine Fädchen waren also immer lang und natürlich doppelt gelegt.
Meist war ich auf diese Weise in der Tat sehr effektiv, und schnell noch dazu. Aber manchmal, eigentlich immer dann, wenn es mir wichtig war, passierte das, was meine Oma auf Hausfrauenart weise vorhergesagt hatte: Das zu lange und zudem doppelte Fädchen verhedderte sich in sich selbst, mein allzu hektisches Herumgezerre am noch filigranen Fadengewirr (auch die gelegentlich ausbrechende Hektik ist keine neue Eigenschaft von mir) sorgte dann für die totale Verknotung. So manche meiner voreilig geschaffenen, bombensicheren Nähte wurde tränenreich von mir selbst wieder aufgetrennt, und damals gab es diese komfortablen Nahttrenner noch nicht - wenn Sie sich also Blut, Schweiß und Tränen vorstellen, liegen Sie beinahe richtig.
Heute nähte ich aus Sicherheitsgründen lediglich zwei abgefallene Knöpfe an meinem Lieblingshemd (hatte ich schon mal erwähnt, dass Schulterriegel mich schwach machen? Ach, nicht? Na, dann wissen Sie jetzt das also auch.) an, befestigte zudem einen ausgelassenen Hosensaum und eine lose Nackennaht. Ohne weitere Zwischenfälle.
[invert]
 
 
Rogue Reflections Stuck In Freeze Frames Of Misfired Metaphors
That smile you see is a tattoo, fucker.
[Please dont take my picture]
 
 
I wish I was someone better
[Devotionalienschrein]
 
 
A propos sonst nix zu tun.
Kennt sich zufällig einer der werten Leser (Leserinnen eingeschlossen) mit Heizthermen, respektive willenlos Wassertropfen in die große Badezimmerfreiheit entlassenden, aus? Ich hätte da eine mit schicker Elektroverkabelung mittendurch (fragen Sie nicht, die Wohnung ist billig), die wohl eine Schraube locker hat (passt sich der Mieterin an, sehr löblich), jedenfalls tropft es von da. Ob ich mal kurz mit dem Schraubenzieher...? Schon gut.
Also: Weiß jemand was, das nicht darauf hinausläuft, den Vermieter jetzt sofort anzurufen oder mich selbst beim nächsten Warmwasservorgang in die Luft zu sprengen, wahlweise durchzubraten?

Untertänigster Knicks,
Frl. Mono, ratlos, mit zwei linken Technikhänden.
[lorem ipsum]
 
 
06
Mai
Give me a ticket for an aeroplane.
Mittagspause; die M., die A. und ich warten auf den Aufzug. Drei Männer in Eile, Bahnangestellte, laufen an uns vorbei und drängen sich vor uns in den Aufzug.
Die M. fragt, warum sie es so eilig haben, einer erwidert, man müsse
eine Bahn erreichen. Die M., ganz sie selbst, antwortet:" Sie arbeiten
doch bei dem Verein, eigentlich müssten Sie wissen, dass da eh nie was pünktlich fährt". Ein anderer grummelt etwas wie "Haben im Netz auf der Verspätungsseite nachgeschaut, ist pünktlich." Fünf Minuten später sehen wir sie ratlos am Gleisaufgang stehen. Die M. verfällt in ihr schrilles und mir trotzdem angenehmes Lachen.

Ich werde sie vermissen, die M. und ihr spitzes Mundwerk. Sehr sogar. Die A. auch, wenn auch aus vollkommen anderen Gründen.
[humanoid interface]
 
 
The Wishes and The Glitch.
Schöner Titel, aber schöne Titel haben sie ja immer - Say Hi, die sich früher Say Hi To Your Mom nannten und die die eine Band sind, für die ich mich seinerzeit auf die erratische Tagesreise zum Kölner Zollamt machte, um einen US-Import aller ihrer CDs einzusammeln, weil es sie nämlich zu dem Zeitpunkt, als ich sie haben musstemusstemusste, nirgendwo in Europa zu kaufen gab; die eigentlich nur einer sind, nämlich Eric Elbogen (ich kann ihn gar nicht oft genug aussprechen, diesen Namen! Eric Elbogen also), der eine so wundervoll seltsame Art von Humor und Selbstironie an den Tag legt, dass ich ihn, vorausgesetzt, er erschiene in einem possierlichen Hasenkostüm, von der Stelle weg heiraten würde, mit allem Zipp und Zapp. Und heiraten, das kann ich Ihnen versichern, wollte ich noch nicht so oft im Leben; und wenn, dann, wenn die Idee abstruser nicht hätte sein können. Egal.
Eric Elbogen (da, wieder!) also würde ich heiraten, kompromisslos.
Beim ersten Hören der neuen CD mit dem schönen Titel macht sich dann eine leichte Enttäuschung breit; klar ist es schön, wenn eine Band unverwechselbar sie selbst ist, klar ist es schön, vertraute Klänge zu hören, und doch. Ein bisschen langweilig wird es nach fünf CDs dann schon, wenn auch immer ein wenig Varianz im Sound vorhanden war und noch ist, gereift, ausgeklügelter klingt all das irgendwie ja doch.
Während ich darüber nachdenke, wie denn nun diese neue CD ist, denke ich an Sex mit einem Expartner, also nicht daran, akut welchen haben zu wollen, sondern die Sache an sich. Und ja, irgendwie so ist die neue CD. Wie Sex mit einem Expartner, mit dem einen nichts als gute Erinnerungen verbindet, oder zumindest der Wunsch, es mögen nichts als gute Erinnerungen sein: Angenehm, unaufgeregt, eine potentiell gute Sache, die nicht weh tut (oder doch, je nach Vorliebe), nur eben etwas unspannend - Überraschungen werden weder erwartet noch würden Erwartungen erfüllt.
Und wenn man so an die Sache herangeht, dann ist "The Wishes and the Glitch" ein gutes Album, sogar besser als der Vorgänger.
Aber hören Sie doch selbst.
[Devotionalienschrein]
 
 
wechselnd anwesend seit 8147 Tagen
status
You're not logged in ... login
tour de force
find!
 
The good, the bad & the ugly
Blindschleicher coderwelsh/synchron./ il giardino Kopffüssler le bufflon Luzilla mad Pappnase signalements Teilzeitgigant das vert 37

Musique (Automatique):
Auf ein neues Coast is clear Popnutten Totally Fuzzy txt.