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... neuere Stories
14
Januar
Er und ich,
wir verstehen uns nicht.
Ich will ein simples CD-Radio fürs Auto kaufen, nicht teuer, wird ja eh nur geklaut. Das, was ich will, ist ausverkauft. Er will mir ein 200 € teureres Gerät andrehen mit dem Hinweis, das von mir ursprünglich gewollte sei ja eh Massenware, nicht empfehlenswert. Ich frage mich, ob er mir jetzt einreden will, dass die Firma Kenwood nur für mich ein einzelndes Autoradio entwickelt hat (mir wird bei dem Gedanken ganz warm ums Herz). Und wenn, wie sie so sicher sein konnte, dass ich genau diese Filiale des Media Markt ansteuern würde, irgendwann. Und wo lagern diese Milliarden an Autoradios, die auf ihren Menschen warten...? Sein Blick sagt: wir verstehen uns nicht. Ganz offensichtlich nicht. Meiner muss wohl ähnliches aussagen.
12
Januar
Gerade eben löschte ich einen ellenlangen Beitrag über den gestrigen Besuch meiner Freundin A. In ihm hatte ich darüber berichtet, dass wir seit knapp Zweidritteln meines Lebens befreundet sind, uns als angehende Pubertanten kennen lernten, wie sich unsere Wege und Vorstellungen zwar auseinander entwickelten, aber nie trennten.
Wie wir uns in unserer grundsätzlichen Unterschiedlichkeit, die sich im Laufe der Jahrer immer stärker ausprägte, gegenseitig oft den Kopf wuschen, auch heftig stritten, Perspektiven gerade rückten oder auch erst entstehen ließen. Wie sie heiratete, ich ihre Trauzeugin war, und sie mich ein paar Wochen vorher so betrunken machte, dass sie mir nicht nur das Versprechen abnehmen konnte, ebenfalls einen Hut zu tragen, damit sie das nicht allein tun musste, sondern auch noch Fürbitten in der Kirche vorzulesen. Wie warm mir wurde, als sie sagte, ich würde Patentante beim ersten Kind werden - dass ja einer dem Kind saufen, rauchen und fluchen beibringen muss, war weniger charmant, wenn auch sicherlich zutreffend - und wie mir bewusst wurde, dass sie und ihr Mann ein Leben leben, das ich ums Verrecken nicht leben will, und trotzdem mein Respekt vor ihrem Lebensentwurf (dessen Vorhandensein ich bewundere, gelegentlich mit so etwas wie skeptischem Neid beäuge) ständig wächst. Dann fiel mir auf, dass dieser Geschichte die Pointe fehlt, dass ich vor mich hin schwallerte, mich in Erinnerungen und Eindrücken wälzte; die Löschtaste war schnell gedrückt. Dann wurde mir bewusst, dass diese Geschichte keine Pointe braucht - mir reicht es völlig, wenn sie einmal das ausdrückt, was ich schon lange nicht mehr so klar ausgedrückt habe: Danke, A., dass es dich gibt. Auch, wenn du das hier nicht liest. Scheiß auf 20 Jahre RTL oder SAT1 - das können wir besser.
Glauben,
aus Trotz den viertelstündlichen Blick auf die Uhr zu verweigern führe dazu, am nächsten Morgen aus Unwissenheit über den tatsächlichen Einschlafzeitpunkt die fast schlaflose Nacht als weniger schlimm zu empfinden.
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