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... neuere Stories
02
April
Bei meiner Einschulung spielten sich dramatische Szenen ab, denn ich wollte die Affenschaukeln, zu denen meine Mutter mir die Haare eingedreht hatte, an diesem Tag partout nicht tragen. Kennen Sie Affenschaukeln? Das ist sowas in der Art wie Prinzessin Leia in Star Wars trägt, also eigentlich gar nicht mal so uncool, aber damals gab es entweder Star Wars noch nicht oder ich kannte es noch nicht oder es war mir jedenfalls egal. Nicht, dass ich die überhaupt jemals hätte tragen wollen, aber an diesem wichtigen Tag meines Erwachsenwerdens - Hey, ich gehe zur Schule, willst du mir etwa Vorschriften machen?! - legte ich es auf ein Kräftemessen an, der große Showdown kam, und, was soll ich sagen, ich verlor. Grandios. Also gab es Tränen, schon vor dem allerersten Gang zur Schule, den ich zusammen mit Mutter und Oma antrat. Meine Nase passte sich demzufolge der Farbe meines Dirndls an, sie leuchtete solidarisch in einem fröhlichen kirschrot.Zumindest das Dirndl, wenn schon nicht die Nase, fand ich aber todschick; meine Mutter hatte ein tolles Muster auf das Mieder gestickt - und obwohl ich die weißen Strümpfe alles andere als todschick fand, sah ich doch ein, dass sie nunmal dazu gehörten, also fügte ich mich. Stolz wie Bolle war ich auf den Blazer - ein Erwachsenending, ein Schmuckstück, welches seinesgleichen suchte und das ich nach der Einschulung nie wieder trug, aus Angst, es kaputt zu machen. Irgendwann war ich dann rausgewachsen. Meine Schultüte war gekauft, darauf hatte ich Wert gelegt; wer als Kind, wie ich, immer alles selbstgemacht bekam, kann vielleicht nachvollziehen, wie wichtig es mir war, irgendetwas Gekauftes bei mir zu haben; ein Utensil, dem man den Stempel "zu arm zum Kaufen" nicht sofort aufdrückte. Darin befand sie neben nützlichen Dingen auch viel Schokolade; spätestens die sorgte dann dafür, dass ich grinsend mit meiner Schultüte im Arm vor der Kirche für obiges Foto posierte. Eigentlich hat sich seit damals nicht viel geändert; rot ist nach wie vor eine meiner Lieblingsfarben, ich bin ein Dickkopf, heule schnell, bin aber mit Schokolade ebenso schnell wieder zu beruhigen. Das Foto versprach ich vor Urzeiten mal Lucy, als das allgemeine Einschulungsdirndl-Zeigen stattfand, welches ich leider um circa ein Jahr verschleppte - solange, bis meine Mutter es endlich rausgerückt hat, eben.
31
März
Heute, im Zug, verspätete Einfahrt in Köln Hauptbahnhof. Gut gelaunte Durchsage des Zugbegleiters:
"Der Rollstohlfahrer im letzten Waggon, bitte nicht nervös werden, ich muss mich nur von ganz vorn nach ganz hinten durcharbeiten, das kann dauern. Aber ich denke an Sie. Echt." Kollektives Grinsen.
The aim of Kinderzimmer is to define truth
Die örtliche Kindsbehausung; jetzt. Kind an Spielzeugtelefon; Plastik :
"Hallo DJ Ötzi" "Du bist böse!" "Tschühüss" ...
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