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... neuere Stories
04
April
Que cera(no)?
Und dann war da noch die Verkäuferin im Plüh, die dem motzenden Kunden erklärte, das, was er da in der Hand halte, sei nicht der Schinken aus dem Angebot für 1,49, sondern der Ceranoschinken für 2,99.
Call Me Stupid, Call Me Names; Call Me White Boy Coz I Deserve The Blame (Dear Mom)
Das ganze Elend, das ganze Brieftasche raus, motherfucker; das ganze ich soll hier ein Rohr verlegen, boom chicka boom; der Welt des Lebens des ganzen hier; das konzentriert sich in der Tatsache - Brennpunkt, Baby - dass man mit denselben Fingern, derselben Hand, mit denen man über süsse Kinderköpfe streichelt, wenig später schon wieder im Anus seines Sexualgefährten wühlt.
Und diese Allegorie nimmt sich bitte jeder für sich selbst ganz allein auseinander.
04
April
Nothing and Nowhere.
Ich kratze die nachgewachsene Haut vorsichtig ab und reiße sie in kleine Streifen, die ich zu Knoten binde, bewusst und sorgfältig; in Situationen, in denen ich es mir leisten kann und meine, es mir leisten zu müssen - wider das allzuschnelle Vergessen und Vergeben. Meine Knoten halten gut, immer schon.
Und dann wieder finde ich mich im Zug, Musik in den Ohren, die ich allzu gut kenne, deren Wirkung auf mich ich allzu gut kenne; wenn ihre Stimme einen bestimmten Punkt, eine bestimmte Höhe erreicht, und dann dieses langgezogene way that. Mich selbst dabei ertappen, laut dagegen ansingen zu wollen, aus einem anderen Lied some say 'we're lost in space' some say 'we're falling off the page' some say 'all life is insane, but it isn't insane on paper' - wie zur Bekräftigung, dass doch noch alles innerhalb akzeptabler Parameter funktioniert. Aber das tut es eben nicht, ganz und gar nicht, und ich mag nicht mehr andere fragen müssen, um mich selbst zu verstehen. Topographie des Trauerns; die Tränen steigen mir in die fest zusammengekniffenen Augen. Natürlich laufen sie trotzdem irgendwann über, irgendwann tun sie das immer; dennoch: Ich will niemanden sehen, der mich weinen sieht - nicht heute, nicht jetzt, nicht hier in diesem verranzten Zug, nach diesem verranzten Tag nach dieser verranzten und nahezu schlaflosen Nacht. Heile Welt spielen, ganz für mich allein - für den Moment muss an dieser Scharade niemand sonst teilnehmen. Manchmal hilft Schokolade dann eben doch nicht.
Every Day Is Like Every Other Day - Only Different
Auf dem bunt geschminkten Graffittipfad, zwischen Bahndamm und REAL-Markt, den ich mir des morgens und seit neustem immer mit den dort pausierenden, nicht bettelnden, vom betteln pausierenden, Sandlern, teile; mich für einen Moment in einen Vektor des Lichts durch eine Welt der Beneblung und Verzweiflung wandle.
Nun, heute also, reckte mir dort eine, vornüber an einen parkenden PKW gelehnte, zumindest auf den ersten augenwinkelnden Blick nicht abstossende Dame - Alter: jung - ein zartes Pflänzchen, ihren Popo entgegen. Was es über mich aussagt, dass meine Gedanken zunächst, noch vor aller Verwunderung ob des seltsamen Anblicks, um den Einfallwinkel, Abteilung genitales, kreisten und, naja, dass er genau richtig sei wollte man - und hier dürfen die Aufgeweckte unter Ihnen gerne GONZO! rufen - wollte man denn also und überhaupt. In einer dem Hamburger Flughafen angeschlossenen Beate Uhse Filiale sah ich einst; ich blätterte in den gesammelten Werken Tom Of Finland´s - ein dicke Schwarte dicker Schwarten, um es mal höflich zu formulieren; wie ein geschäftsreisender Herr bei der Erotikbediensteten ein Plastikvagina erwarb um dann zu seinem Flug, wie ich annehme, zu hasten. Beate Uhse am Hamburger Flughafen beinhaltet im übrigen keine Videokabinen. Denn Hamburg muss sauber bleiben. Doch das nur nebenbei. Zurück zu der Dame, meiner Dame, so ungewollt in meine erotischen Phantasien gezerrtes fremdes Mädchen. Die wollte gar nicht nur mal einen richtigen Mann, hier und jetzt. Also, natürlich vielleicht doch. "Das wollen die doch alle!" - Wer war das? Jedenfalls nicht nur, jetzt gerade. Aber ich hatte mein schwarzes Netzhemd ja auch gar nicht dabei. Sie hatte einfach - um schliesslich zur Auflösung zu kommen, dem Moneyshot dieser kleinen Geschichte sozusagen - die Gunst des unbeobachtet gewähnten Augenblicks und den praktischerweise vorhandenen Aussenspiegel genutzt sich mit ihren ganz privaten entzündlichen Hauterhebungen, gerne auch Pickel genannt, zu befassen. Und irgendwie hätte ich mir dann doch gewünscht sie hätte schlicht mit mir beischlafen mögen, eine - wie ich finde - symphathischere Art der Verzweiflung. Ende Weg - enter Strasse. Eine Toreinfahrt, ein wartend rauchender Herr. Neben ihm ein ihm bis zur Hüfte ragendes Xylophon. F.R. David was right for all the wrong reasons. Und warum gibt es am Düsseldorfer Hauptbahnhof überhaupt "original Berliner Currywurst"? Kann mir das mal bitte jemand erklären...
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