| letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog | |
![]() |
|
|
... neuere Stories
10
Februar
Kleine Freuden des PC-Users gegenüber
"This windows media player needs blablabla.
For help use the Microsoft Help Forums and ask other windows media player users for help." Die wissen schon, dass ihre eigenen Hilfen nix taugen :o)
Wir radelten nebeneinander her durch den kalten Sommerregen, und als wir an diesem neuen, postmodernen Glitzerhotel vorbeikamen, fuhr Karl auf die gläsernen Schiebetüren zu, die sich lautlos öffneten und ihn einließen mit seinem nassen, verdreckten schwarzen Hollandrad. Er radelte klingelnd und grüßend einmal durch die ganze Hotelhalle, um die lederne Sitzgruppe herum, aus der ein paar ängstliche japanische Geschäftsleute schnatternd und fuchtelnd aufsprangen. An der Rezeption entstand Aufruhr, der Empfangschef eilte herbei und schaute über seine Halbbrille, fassungslos, aber Karl radelte zurück zum Eingang, hinterließ tiefe Dreckspuren auf dem hellgrauen Auslegeteppich, kam wieder zur Tür heraus, und wir fuhren weiter. Hinter uns zeterte der Empfangschef, und Karl fuhr freihändig, reckte die Arme in die Luft und rief:"Ha! das hat gut getan!"
Er sah mich an und sagte:"Ich träume neuerdings manchmal von Gewalt, und dann leiste ich mir ab und zu wenigstens so was." Elke Heidenreich - Karl, Bob Dylan und ich aus: Der Welt den Rücken
Mein Verdacht erhärtet sich, dass so genannte kreative Hobbies wie Sticken, Stricken oder Badezimmer, Küchen, Fenster verschönerndes Window Coloring, von Erwachsenen freiwillig ohne Not betrieben, weniger Hinweis auf Kreativität denn auf grundsolide Lebensführung sind. Es wird weiter feldgeforscht.
09
Februar
Ich heisse superfantastich!
So ask for reason
Ask for any reason Ask for the one reply For the one reply Try for reason But passion never lives it dies It's reason Try for reason Then die. Franz Ferdinand. Probe hören hier und auch hier. Gut finden. Sich freuen. So einfach geht das.
Der LKW rechts neben mir zieht rüber auf meine Spur - offensichtlich befinde ich mich im toten Winkel - die Spur links neben mir ist zwar frei, aber dort donnert ein Auto mit immenser Geschwindigkeit heran. Die Abwägung, welches das größere Übel sein wird, ist in Sekundenbruchteilen unentschieden beendet, ich beschließe, mein Glück in der Vollbremsung zu suchen - der hinter mir hat Augen im Kopf und wird die Situation einschätzen können, so hoffe ich. Während ich bremse und gleichzeitig hupe, kommt der LKW immer näher, die erwartete Todesangst bleibt aus. Statt panisch werde ich ruhig.
Der Gedanke, klar und einleuchtend: Das wars dann jetzt also. Ohne Bedauern, ohne weitere Gedanken an mögliche Schmerzen, an gebrochene Gliedmaßen und die hässlichen Ansichten eines Unfalltodes. Einfach nur: Das wars dann jetzt also. Aufgeschreckt werde ich durch die Beschaffenheit dieses Gedanken, der den mir durchaus präsenten Todesphantasien meiner Spätpubertät, in denen die Tote, wunderschön und unverstanden dahingeschieden, aufgebahrt lag und die Welt kam, um sie zu betrauern, so unähnlich ist wie irgend möglich. Beim Sinnieren darüber fällt mir auf, dass es da schon noch eine Hand voll an Dingen gibt, die ich gern vor meinem wie auch immer gearteten Ableben täte, und die Angst stellt sich ein, groß und übermächtig schwebt sie plötzlich über der Situation. Während ich mich damit abfinde, in Kürze und Furcht zu sterben, bemerkt der LKW-Fahrer mich und lenkt auf seine eigene Spur zurück. Statt wütend bin ich dankbar, vorläufig. In ein paar wenigen Sekunden habe ich den Tod gesehen, akzeptiert, ihn bedauert, gefürchtet und besiegt. Leicht amüsiert denke ich an den toten Winkel, in dem ich mich befand.
... ältere Stories
|