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30
Januar
Hätte nicht erwartet, es jemals zu erleben, dass ein bekennender Marc Almond-Fan mich dafür verachtet, dass ich Metallicas Load/Re-Load-Phase als ihre beste ansehe. Und "Unforgiven 2" besonders wegen Marianne
Faithfuls Mitwirkung mag.
[Mitmenschen]
 
 
29
Januar
Der Vorwurf renitenter Bockigkeit, von der richtigen Person ausgesprochen, lässt sich durchaus als Kompliment werten.
[Mitmenschen]
 
 
Auch wenn er gewußt hätte, was daraus entstehen sollte, hätte er dieses Versprechen gegeben. Seit jeher war er bereit gewesen, die Verantwortung für sein Handeln zu tragen; und seit er das schreckliche, heimliche Gelübde abgelegt hatte, für ihr Glück zu sorgen, war ihm immer so halb und halb bewußt gewesen, wie weit dieser Vorsatz ihn vielleicht treiben würde. Verzweiflung ist der Preis dafür, daß man sich ein unerreichbares Ziel gesteckt hat. Es ist, so sagt man, die unverzeihliche Sünde, aber eine Sünde, die der unredliche, der verworfene Mensch nie begeht. Er erreicht nie den Gefrierpunkt, wo man begreift, daß man versagt hat. Nur der Mensch, der guten Willens ist, trägt im Herzen stets die Fähigkeit, sich selbst zu verdammen.

Graham Greene - Das Herz aller Dinge
[ex libris]
 
 
Der heilige Skt. Christophorus
ist kaputt.
Besser gesagt, seine kleine Hülle mit dem roten, durchsichtigen Plastikeinsatz ist am Scharnier gebrochen, die Folie selbst auch.
Gewohnt hat Christophorus seit über zwölf Jahren in meinem Portemonnaie; seit dem Tod meines Opas. Er ist sozusagen ein Erbstück, meine Oma schenkte es mir damals.
Schon immer, auch als kleines Mädchen, hatte ich ihn haben wollen. Damals wohnte er noch bei meinem Opa im Portemonnaie und sorgte dafür, dass ihm das Geld nie ganz ausging - sagte Opa, und natürlich glaubte ich ihm. Was mich daran so faszinierte, kann ich nicht mehr genau nachvollziehen, vielleicht die filigran gearbeitete Figur, oder die kunstvoll gearbeitete Hülle, oder auch nur der Gedanke daran, jemanden in der Geldbörse wohnen zu haben, der mir auf die eine oder andere Art Gutes tat. Letzteres war es vermutlich...
Opa weigerte sich zu Lebzeiten, ihn herauszurücken - der Opa, auf dessen dickem, kugeligem Bauch ich Schlagzeug spielte, der mir Schwimmen und Rad fahren beibrachte, der sinnfreie Lieder vorsang, die mein kindliches ich in Verzückung versetzten ("Du dumme Fliege, wenn ich dich kriege, dann reiß ich dir das linke Beinchen aus. Dann musst du hinken, auf einem Schinken, bis dass das Beinchen wieder besser wird. Dann wirst du operiert, mit Salbe eingeschmiert, dann kommst du in das große Krankenhaus...". Heute noch kenne ich alle Lieder auswendig). Ich wuchs quasi dort auf, er war schon Rentner, als ich geboren wurde, hatte viel Zeit; wir vergötterten uns gegenseitig. Alle anderen Großeltern (es gab einige davon), hatten keine Chance - dieser Opa war mein Held.
Skt. Christophorus ist kaputt und ich vermisse meinen Opa das erste mal seit Jahren.
[nach innen]
 
 
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