letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog


13
Oktober
Siouxsie and the Basement Jaxx
hier, gefunden bei malorama

 
 
Roman Herzog
soll mal gesagt haben, dass das Telefon kein verfassungsgemäßes Recht hat, bedient zu werden.

Davon mache ich nun Gebrauch; also, wer auch immer du bist: HÖR AUF ALLE ZWEI MINUTEN ANZURUFEN! Sprich auf die Mailbox und ich rufe dann schon zurück. Später.

 
 
Ja aber ehrlich

 
 
12
Oktober
Haustier, digital
Mau!

Kein Ersatz für einen echten Tiger, aber amüsant, irgendwie.

 
 
So kanns gehen
Bezeichnende Dialoge. Werden, vielleicht, aufgefüllt.

Ms monolog und ihr (Ex-)Chef:
- Chef, nur damit ichs richtig verstehe: Sie vergleichen jetzt zwei Haufen Scheiße und schließen aus der Tatsache, dass der eine weniger stinkt als der andere, dass der dann doch ganz ok ist?
Ms m., wir reden hier nicht über Scheiße.
- Sicher?

Ms monolog und der Typ, den sie nicht ausstehen kann:
Sag mal, Ms m., kann es sein, dass du mich nicht so besonders magst?
- Lass mich kurz überlegen - stimmt. Ich mag dich nicht.

Ms monolog und die Praktikantin:
- In diesem Beruf lernt man, sich selbst zurück zu nehmen und auch mit schwierigen Personen so umzugehen, als seien sie die nettesten Personen der Welt.
Telefon klingelt, Ms m.s Nichtgeradelieblingskollegin ist dran, hysterisiert rum.
Ms m. zu Kollegin: Du mich auch!
Legt auf.
- Und das war ein Beispiel dafür, wie mans nicht machen sollte.

Ms monolog und der Lebenspartner:
- Ich glaub, ich leg mir nen Liebhaber zu.
Nein, machst du nicht.
- Ich glaub doch.
Der hat dich auch nicht mehr lieb als ich.
- Aber öfter!
[Ms monolog]
 
 
liebt also das Leben. Und er glaubt, das Leben liebe ihn zurück.

Ich wiederum glaube, ich schreib ihm mal ne Mail. Sollte ich seine Emailadresse nicht herausfinden, lade ich ihn hiermit hierher ein.

Du Ulf, du.
Ich kenne mehrere, mindestens drei, Ulfs, von denen ich sicher weiß, dass sie das Leben lieben (bei einem weiteren bin ich mir nicht so ganz sicher, deswegen fehlt der hier), aber keiner von ihnen sieht es als dringend notwendig an, dies der Weltbevölkerung mitzuteilen und sie, wie du das tust, mit gequirlter Gesangsscheiße zu belästigen.
Sind ein paar harte Tage im Container denn wirklich genug Legitimation für die Veröffentlichung einer schlechten CD?! Mensch, geht das einfach...
Ehrlich, Ulf, ich nehme dir nur ungern deine Illusionen, aber, glaub mir, das Leben liebt dich nicht zurück, kein bisschen. Täte es das nämlich, hätte es dich mit Talent, gutem Aussehen und all den Kleinigkeiten versehen, die dir allesamt fehlen. Tutmirleid. Ich will dich ja nur vor weiterer Unbill bewahren. Bevor du noch meinst, du könntest dich Künstler nennen, oder auf ähnlich abstruse Gedanken kommst.

Herzlichst,
Ms rotor_b.

 
 
Das ist das Ende Das Ende vom Ende.
Und das mit dem Glück ist auch so eine Sache:
Prinzipiell kann ich direkt anfangen, einen Countdown herunterzuzählen, sollte ich mich einmal glücklich fühlen.
Das Schema:
Tag eins. Glück perfekt. Alles wird gut, alles _ist_ gut.
Tag sieben. Zufriedenheit herrscht vor, überwiegt leise Zweifel.
Tag zehn. Ich fühle mich betäubt, in Watte gepackt, dumpf.
Tag 14. Ich langweile mich, endlos. Mag mich und mein Leben nicht mehr ertragen müssen, keinen Tag länger. Zweifle alles an, werde nervös, unerträglich, streitsüchtig.

Meine (tatsächlich weitaus) bessere Hälfte (was für ein Begriff!) wird sich eine lange Weile nicht darauf einlassen, sondern konstruktiv versuchen zu helfen, natürlich scheitern, irgendwann dann kapitulieren und mitspielen.
Später werden wir den lächerlichen Streit beenden und glücklich sein.
Ende der Schleife, ca am 20. Tag. Anfang siehe oben.

Was mir fehlt, ist Kontinuität - nicht im Leben, sondern in meiner Gefühlswelt.
Während ich mir vollkommen sicher bin, dass Glück kein Dauerzustand sein kann, empfinde ich das Fehlen von dauerhafter Zufriedenheit mit gelegentlichem Pegelausschlag in Richtung Glück als großes Manko.
Die Frage, die ich mir immer dann stelle, wenn die Schleife ihr Ende erreicht hat: Woran liegt dieser Zustand? Antwort: keine eindeutige. Angesichts meiner weiteren Macken drängt sich der Schluss auf, dass dies tatsächlich ein Problem ist, das in mir selbst liegt, und das nichts mit irgendjemandem sonst zu tun hat. Wo ist meine Rettung vor mir selbst?

 
 
Electric Six, für alberne Momente im Leben des Nörglers
Das Video zu "Gay Bar" Grandios. Lächerlich. Electric Six halt.

 
 
Es ist vollbracht.
Hier liegen jetzt die meisten Einträge des alten monolog.
[Resterampe]
 
 
06.10.2003, die vorletzte
Nr. 304 aus Dumonts "365 Tipps Umgangsformen":

Schreibtische und andere Arbeitsplätze sollten niemals so aussehen, als hätte gerade eine Bombe eingeschlagen. Unordnung und Schludrigkeit machen einen unzuverlässigen, inkompetenten, "überforderten" Eindruck.
Zitatende.

Nr. sieben aus rotor_b.s "14 Tipps Schöner Leben":

Schreibtische, die steril, ordentlich und in keiner Weise chaotisch und/oder benutzt wirken, verursachen Befremden beim Betrachter und sind unbedingt in eine IchwerdebenutztAnordnung zu bringen. Personen, die sich an der Ersichtlichkeit der Nutzung eines Nutzgegenstands stören, sind unverzüglich des Raumes zu verweisen.

Danke, Dumont Verlag, für deinen fantastischen Tipp - du solltest dich, auch in Anbetracht der meisten deiner 364 weiteren Tipps, besser wieder auf das konzentrieren, was du kannst: Reiseführer herausgeben.
[Resterampe]
 
 
06.10.2003
"serienmäßig" ist eines der Worte, die mich amüsieren. Mittelmäßigkeit in Serie - schön.

Erst recht, wenn dieser Begriff sich auf einem wirklich mittelmäßig wirkenden Ford Escort befindet, der sich vor mir über die Straße bewegt.
[Resterampe]
 
 
05.10.2003, die Dritte
mypeepshow

Von Frau, ganz schön klug, für Andere. Was auch immer. Wesen.
[Resterampe]
 
 
05.10.2003, später
Break me in, teach us to cheat
And to lie, cover up
What shouldn't be shared
All the truth's unwinding
Scraping away at my mind
Please stop asking me to describe

For one moment
I wish you'd hold your stage
With no feelings at all
Open minded
I'm sure I used to be so free

Self expressed, exhausting for all
To see and to be
What you want and what you need
The truth’s unwinding
Scraping away at my mind
Please stop asking me to describe

For one moment
I wish you'd hold your stage
With no feelings at all
Open minded
I'm sure I used to be so free

For one moment
I wish you'd hold your stage
With no feelings at all
Open minded
I'm sure I used to be so free

Wash me away
Clean your body of me
Erase all the memories
They will only bring us pain
And I've seen, all I'll ever need

Nachdem ich zwei Wochen lang mit mir und der Welt gehadert habe, bin ich nun wild entschlossen, knapp 25 Öhre zu investieren, um mir demnächst Muse anzuschauen. Frech finde ich den Preis allerdings weiterhin - die sind ja nicht Gott oder so.
Wenn ich allerdings obiges "Citizen Erased" nicht zu hören kriege, verklag ich die. Echt.
[Resterampe]
 
 
05.10.2003
Musik. Schön analog.

timewind.se
[Resterampe]
 
 
04.10.2003
Immer wieder merke ich, wie sehr es mich irritiert, wenn Personen, die dafür entlohnt werden, mich zu bedienen und freundlich zu sein, genau das tun.
Trotzdem eine angenehme Erfahrung, die ich gern alle zwei bis drei Wochen einmal mache.
[Resterampe]
 
 
03.10.2003
"Ein Beruf macht gedankenlos; darin liegt sein größter Segen. Denn er ist eine Schutzwehr, hinter welche man sich, wenn Bedenken und Sorgen allgemeiner Art einen anfallen, erlaubtermaßen zurückziehen kann.-
Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens."
Friedrich Nietzsche

Mein Beruf ist lediglich für eine einzige Sorge allgemeiner Art Schutzwehr: die, woher nächsten Monat wohl neues Geld auf meinem Konto landet.

Lieblingsberufe, nicht durchführbar.

-> Betreiberin eines Plattenladens, in der ich nur die Art Musik verkaufe, die ich vor mir selbst verantworten kann und will (ja, das war auch schon _vor_ Nick Hornby´s "High Fidelity" so). Zum Scheitern verurteilt mangels Kapitals und vergleichbaren Geschmackes.

-> Betreiberin eines charmanten kleinen Cafés, in der Miss rotor_babe natürlich selbst gebackenen Kuchen verkauft, der erste Gast des Tages seinen Latte Macchiato für lau erhält, eine gut sortierte Leseecke vorhanden ist und die Gäste ausgesucht, gut erzogen und eloquent sind. Zum Scheitern verurteilt mangels Kapitals und ausgesuchter Gästeschaft.

-> Künstlerin, frei schaffend, bei freier Zeiteinteilung, möglichst erfolgreich. Zum Scheitern verurteilt mangels Begabung.

Deprimierend: das einzige, was ich wirklich gut kann, ist der Beruf, den ich ausübe. Noch deprimierender: den kann ich zwar, kann ihn aber nicht ausstehen.
Wer schenkt mir 10000 Euro Startkapital, dann versuch ich´s doch noch mal mit Lieblingsberuf eins oder zwei.
Kommt schon, ihr spendet doch auch für Brustimplantate geistig minderbemittelter junger Frauen, da muss es doch auch jemanden geben, der mir meinen weniger bekloppten Traum ermöglicht?!
[Resterampe]
 
 
02.10.2003
...
Daraufhin sagt sie zu mir: "Angesichts dieser Kindheit kannst du doch aber stolz sein, was aus dir geworden ist. Ich meine, du bist positiv, offen, geradlinig, und hast noch das Herz am rechten Fleck. So manch anderer wäre vermutlich dran kaputt gegangen."

Und ich sitze in dieser Kneipe, sinniere darüber, dass zwar 50% der mir zugedachten Eigenschaften mal wieder ubiquitären Irrtum darstellen, ich aber immerhin wirklich ziemlich geradlinig bin (das können die Menschen bestätigen, die ich sehr mag, noch besser die, die ich nicht ausstehen kann), und im Gegensatz zu meinem Bruderherz tatsächlich nicht zerbrochen sondern nur zahlreich angeknackst bin.

Mich überfällt eine nahezu unerträgliche Anwandlung, sie zu knuddeln, weil sie so nette Dinge zu mir über mich sagt. Stattdessen lege ich die Stirn in Falten und erwidere: "Naja, meine Geradlinigkeit macht mir eigentlich ja mehr Feinde als Freunde" und schäme mich darüber, dass ich nicht in der Lage zu sein scheine, ein Kompliment anzunehmen, ohne es und damit mich selbst sofort wieder in irgendeiner Art und Weise abzuwerten.
[Resterampe]
 
 
01.10., wieder später
Netter Titel von T.Raumschmiere:
"I´m not deaf I´m ignoring you"

Gleich mal reinhören - wenn´s musikalisch dann noch passt, hab ich wohl ein neues Lieblingslied.
[Resterampe]
 
 
01.10., später


Doch. Ganz sicher sogar.
[Resterampe]
 
 
01.10.2003, endlich
Die Verblödung schreitet voran

Und ich dachte, es liege an den Privatsendern. Tzk!
[Resterampe]
 
 
30.09. immernoch
Gesucht wird:
Begeisterungsfähigkeit.

Klammheimlich verlorengegangen irgendwo in den Lebensstrudeln der letzten Jahre, wird sie dringend vermisst.
Sachdienliche Hinweise zu ihrem Verbleib werden jederzeit gern entgegengenommen.
[Resterampe]
 
 
und nochmal 30.09.2003
Heute basteln wir uns ein Klischee.

Fünf bis 13 Personen, überwiegend Anfang zwanzig, vor meiner Loggia auf der fest installierten Sitzecke. Fast jeden Tag.

Sie sitzen: na, wo? Nicht auf den Sitzflächen, das ist uncool.
Sie reden: in stereotypen Phrasen: Ey, boah ey. Echt ey. Ja, echt ey. Boah ey. Hömma Alda, wennze nich aufhöas, gips Fresse paa rein, du Aaschlöcher. Boah, Alda. Ey Alda, jetz höa ma auf, Alda.
Sie tragen: ballonseidene Trainingsanzüge. Wahlweise mit oder ohne Kappe, natürlich mit dem Schirm nach hinten (wenn nicht, dann uncool). Der eine oder andere konnte sich sogar die Goldkette leisten. Was sich alle leisten können, ist das Haargel, was sie sich zuhauf auf den Kopf geklatscht haben. Haben sich besonders fein gemacht heute, die Jungs.
Ihre Themen:
- boah ey, den habisch feddisch gemacht
- boah ey, krasse Karre, Alda
- boah, fetter Bass
- geile Tussi ey, die will ischs auch mal besorgen.

Wo kommen nochmal diese Klischees her? Moment, gleich fällt´s mir ein, ich komm noch drauf, gleich. Ganz sicher, kann sich nur noch um Sekunden handeln... Ach ja, da will sich jemand mal unbedingt aufregen, und in Wirklichkeit ist das alles gar nicht so. Deswegen kann mir auch niemand folgen und sich das Szenario bildlich vorstellen. So war das, genau.
[Resterampe]
 
 
30.09.2003, später
Außerdem bin ich ebenfalls für eine mengenmäßig ausreichende, staatliche Versorgung mit Schokolade, Schokoladenkeksen, Schokolinsen und Nutella für jeden Bürger zu jeder Tageszeit. Wenn eh alles staatlich geregelt werden soll, warum nicht auch mal die angenehmen Dinge, bitteschön?
[Resterampe]
 
 
30.09.2003
Damit nicht der Eindruck entsteht, ich sei gegen alles, folgt hier eine kleine Auflistung der Zustände, die meine unbedingte Zustimmung erfahren.

Ich bin unbedingt für die gesellschaftliche Akzeptanz von:

-> aus-dem-Fenster-werfen defekter CD-Abspielgeräte
-> Griesgrämigsein, insbesondere, aber nicht ausschließlich in den frühen Morgenstunden
-> Dinks
-> straffreiem und heftigem Prügeln emotional minderbemittelter Schwestern (glücklicherweise nicht meiner) bester, soeben verstorbener Freunde, die bei der Trauerfeier nichts Besseres zu tun haben als zu fragen, was denn nun bitte mit der vom Verstorbenen betriebenen Webseite sowie seinen CDs und Fotos geschehen soll, die sie beileibe nicht in ihrem Keller lagern möchte.
Letzerer Punkt liegt mir besonders am Herzen. Ich leg ´ne Unterschriftenliste aus, wenn´s Recht ist.
[Resterampe]
 
 
29.09.2003
If you feel you are not properly sedated, call 348 844 immediately. Failure to do so may result in prosecution for criminal drug evasion.

Mir ist so THX. Ja, Nachbarn, das geht auch lauter. Soll ich?
[Resterampe]
 
 
29.09.2003
Schlecht sitzenden Anzug tragen, schlau daher reden, unaufgefordert einer Frau an der nächsten Kasse (mir) den "Reversa" empfehlen. Irritiert sein ob der Nachfrage, was, bitte, er denn meinen möge, dann auf den in ihrer Hand befindlichen Weißwein zeigen und antworten: "Na, den Roten davon." Betrübt sein ob der sichtlichen Unwissenheit dieser Frau, was ein richtiger "Reversa" ist und sich trollen, nicht ohne verächtliche Blicke in ihre Richtung geworfen zu haben.

Klar, demnächst kauf ich dann mal den Reversa. Am besten den Gran Auto-Reversa - das soll ein ziemlich guter Tropfen sein, hab ich gehört.
[Resterampe]
 
 
28.09.2003
Drecksäckig:
Person, die dich soeben angerempelt, zur Seite geschoben oder sonstwie belästigt hat, einfach mal ordentlich fest in die Hacken treten oder die eigene Schrittlänge um einen Hauch zur Stolperfalle erhöhen. Dann, wenn sie sich wütend umdreht, unschuldig gucken und "Tutmirleid" flöten. Erwirkt beachtliche Resultate. Die nächsten zehn Minuten sind gerettet. Ganz sicher.
[Resterampe]
 
 
27.09.2003
Hausaufgabe (für nächste Woche oder das Leben):

Die eigenen Erwartungshaltungen in den Griff kriegen.
[Resterampe]
 
 
26.09.2003
Wie kann man Kunden antworten, die einen anpaulen, ob es in "diesem Büro" denn immer so chaotisch zugehe - und falls ja, dass sie sich dann doch lieber woanders beraten ließen?

Kann man ihnen antworten, man setze voraus, sie können lesen und die an allen Ecken angebrachten Schilder mit der Chaosbegründung "Verehrte Kundschaft, wir renovieren. Unannehmlichkeiten während dieser Zeit bitten wir zu entschuldigen" entziffern, oder selbstständig die auf ebendiesen Sachverhalt hindeutenden Anzeichen wie Leiter, Farbeimer, fehlende Regale, Mitarbeiter, die offensichtlich nur provisorisch eingerichtet sind, erkennen?
Kann man ihnen antworten, dass einen selbst diese Situation auch nicht gerade glücklich stimme, da man gehofft hatte, mindestens die nächsten fünf Jahre keinen einzigen Umzugskarton mehr aus der Nähe sehen zu müssen?
Oder kann man ihnen vielleicht antworten "Ja, das ist hier immer so. Und zwar aus einem einzigen Grund: Um Vollspacken wie Sie abzuschrecken." , oder sie zum privat werden ins Nebenzimmer bitten und ihnen zuraunen, sie mögen sich doch bitte einfach ins Knie ficken?
Ich glaube, letztere Alternativen sollte ich besser mal ausklammern, wenn in den nächsten zwei Wochen in fröhlicher Fortsetzung des Heute achtmal täglich diese Frage kommt - mein Arbeitgeber teilt meinen Humor komischerweise nicht. Schade eigentlich. Der Spaßfaktor an der Sache wäre erheblich höher...
[Resterampe]
 
 
25.09.2003, fast zu spät
Sie sprechen über ein Märchen.
Sie:"Und schlussendlich geht das Märchen für Kantorka und Krabat gut aus."
Er:"Anders als unseres."

Sie weiss darauf nichts zu antworten - oder besser, sie weiss darauf sehr viel zu antworten.

Sie könnte ihm sagen, dass sie immer noch hoffe, ihrer beider Märchen finde zu einem guten Ende, dass es inzwischen aber an ihm liege, die entscheidende Wendung herbeizuführen; es eben nicht mehr ausreiche, wie vielleicht noch vor einer langen Zeit, dass er bereit sei, sich auf sie einzulassen. Der Einsatz für ihn sei höher - entsprechend der Qualen, die sie bereits um seiner Willen gelitten habe, entsprechend der wachen Nächte, der Tränen und der unbeantworteten Fragen.
Sie könnte ihm sagen, dass sie sich wenig mehr wünsche, als dass er den Einsatz wage - müsste dabei auch sagen, sie vermute, es komme nie dazu. Denn er könne zwar lieben - vorzüglich zurück lieben, ihm zu Füßen gelegte Gefühle erwidern, von ihm unterlegenen, ihn aufwertenden Personen - aber initiativ lieben, ohne Rücksicht auf Zurückweisung oder Enttäuschung die Dinge angehen, etwas wagen - das traue sie ihm nicht zu.
Sie könnte ihm sagen, ihr Stolz verbiete es ihr, ihm noch einmal ihre Seele in damaliger Offenheit zu zeigen, um es ihm einfacher zu machen.

Doch sie schweigt, denn er ist am Zug. Wenn er es nicht über sich bringt, ist er es nicht wert.
[Resterampe]
 
 
25.09.2003, spät
Diese Woche aktuell:
Person, die sich Gedanken macht.

Diesen Artikel führen wir nicht ständig im Sortiment, bitte bevorraten Sie sich.
[Resterampe]
 
 
25.09.2003
Ich liebe Totschlagargumente.
Da diskutiert man sich einen Flokati, argumentiert, tut und macht, kommt natürlich wegen mehrseitiger Sturheit sowie der Überzeugung der Rechtmäßigkeit der jeweils eigenen Position auf keinen grünen Zweig.
In dieser schier ausweglosen Situation bringt dann mindestens einer der Beteiligten (manchmal sogar alle) ein Argument wie:
- Nie kannst du akzeptieren, dass du nicht Recht hast. (Nein, weil´s nicht so ist. Warum gibst du nicht einfach zu, dass du dich geirrt hast?)
- Das ist doch wohl ein Stammtischargument! (Klar, schlag mich tot - wer will sich schon Stammtischniveau unterstellen lassen, da geb ich doch gleich mal lieber klein bei.)
- Glaub mir, wenn du erst einmal meine Erfahrung hast, wirst du das auch so sehen. (Gleich kotze ich.)
oder, und das ist mein allerliebstes:
- Na, das ist ja jetzt mal ein Totschlagargument. (Bingo!)

Da weiß man gleich, diese Diskussion hat sich wieder gelohnt. Und es passiert mir immer wieder, dass ich mich doch drauf einlasse. Verdammt.
[Resterampe]
 
 
24.09,2003, noch später
Hach - gerade eben mit einer Freundin aus Schultagen telefoniert, dabei die "gute alte Zeit" ein wenig aufgerollt und uns köstlich darüber amüsiert, wie es war, als wir die ersten ungehörigen Fremdwörter für uns entdeckten - als Spitzenreiter für alle Ewigkeit fungieren da "reversible Peristaltik" und "Priapismus", schön ausländisch für "kotzen" und "schmerzhafte Dauererektion".
Ersteres wurde gern für die (meist gefälschten) Entschuldigungen zumindest in Erwägung gezogen, wenn auch selten benutzt. Wofür Letzteres herhalten musste, ist uns im Nachhinein auch nicht mehr eingefallen....
Eine Moral hat die Geschichte nicht. Abschalten jetzt hier.
[Resterampe]
 
 
24.09.2003, einiges später
So, nun bin ich auch wieder runter.

Was mich heut auf dem Heimweg im Auto fast wahnsinnig gemacht hat, ist ein Lied von DJ Elin: Geile Tiere. Da geht die eigentlich einzige vorhandene Textzeile
"Alle sind wie geile Tiere, nur im xxx wird gexxx"

Ich muss das wissen - was singt dieser Mensch da?! Nur im Dunkeln wird gelacht?! Nur im Hellen wird geklatscht? Bitte, wenn´s jemand weiß: verrat es mir. Ewige Dankbarkeit und Gotteslohn sind dir gewiss.

Zudem musste ich zu eigenem Missfallen feststellen, dass heute depperter Däschnokram von Zombie Nation ( My house is your house) gut bei mir ankommt - das wummert so gut. Und noch ein bisschen lauter, bitte.
Tut weh? Tut´s weh, tut´s gut. Sagt Oma immer. So genau weiß ich nicht, was sie mir damit sagen will, aber ich hinterfrag das lieber nicht. Hinterher gerät mein Weltbild noch völlig ins Wanken. Wanken tu ich lieber selber, gelegentlich.
Ich schreibe Müll. Gute Gelegenheit, hier mal zum Ende zu kommen.
[Resterampe]
 
 
24.09.2003
Schöne neue Idee:
"Pendlerpauschale für Fußgänger"

Wofür eigentlich? Für abgelaufene Sohlen?

Aber gut, dass die ach so konsensfähigen Damen und Herren nun von einem gerechten Kompromiss sprechen - ich frage mich allen Ernstes, wo ist der?! Wieso ist es gerecht, jemanden 15 Cent pro km in den A... zu schieben, der quasi keine oder extrem geringe Kosten hat, und dem, der seinen Arbeitsplatz nur per Auto oder Bahn erreichen kann, gleichzusetzen?
Ach so, ich soll an meinen Arbeitsplatz ziehen. Danke, das Volk welches da wohnt, tagsüber zu sehen, reicht mir vollkommen. Und was macht mein so genannter Lebenspartner, der leider in eine völlig andere Richtung als ich zur Arbeit fahren muss? Och, wir sollen uns zwei getrennte Wohnungen nehmen? Sagt das doch gleich. Nee klar, vielleicht sollten wir uns sowieso besser trennen. Bringt doch nix, so´ne Beziehung zu einem, der an anderem Ort arbeitet als ich.
Falls also jemand einen guten Grund sucht, den/die Derzeitige/n abzuschießen: voila, da isser.
Ich reg mich nicht auf, ich reg mich nicht auf, ich reg mich nicht auf.
[Resterampe]
 
 
23.09.2003
Man ist ja als einigermaßen aktiver Internetnutzer mit vielleicht auch mehr als einer Emailadresse schon einiges aus dem Bereich Spam-Mail gewöhnt, so dass ich mich üblicherweise darüber auch nicht beklage. Aber heut haben die Freunde es etwas übertrieben:
Nicht nur wird mir eine Penisverlängerung gleich zweimal angeboten (ja, danke, ich find ihn auch mickrig, irgendwie), ich darf auch noch meine Brüste vergrößern lassen (die ich wirklich in Ordnung finde) und mein Gewicht radikal in nur zwei Wochen verringern (woher wissen die...?!). Nebenbei verkauft mir ein anderer Spack das todsichere Glücksprinzip; zudem verheißt mir ein unaufgefordert zugestelltes Horoskop die Erfüllung meiner feuchtesten Träume, und zwar innerhalb der nächsten 24 Stunden (Gott, ich muss für morgen Urlaub einreichen, das lass ich mir nicht entgehen!). Ach ja, Sofortgewinner von drei Autos und einer Mio Dollar bin ich auch noch.
Das alles überfordert mich etwas. Aber vielleicht rolle ich einfach das Feld von hinten auf, hole meine Million ab, tausche sie beim freundlichen Schalterbeamten nebenan in Euro um, lasse mir dann das anschnitzen, was fehlt und das absaugen, was zu viel ist. Vielleicht kann das Zeug sogar bei mir selbst recycelt werden. Eigenrecycling sozusagen.
Aber dieser Urlaubstag morgen macht mir Sorgen, wie soll ich das denn jetzt nach Feierabend noch regeln? Naja, ich bin sicher, wenn ich morgen früh anrufe und diese einmalige Chance schildere, sieht mein Chef ein, dass ich Urlaub brauche.
[Resterampe]
 
 
22.09.2003, später
Obschon ich mein Leben in kaum einer Weise als Notlösung ansehe, existieren in ihm doch Wendungen der Vergangenheit, die ich bedaure - so sehr, dass das Bedauern zu einer fast körperlichen Empfindung wird. Darüber zu sinnieren ist müßig, geschieht aber mitunter.
Immer dann hoffe ich, mein Leben nimmt so wenig Notiz davon, dass es sich dadurch nicht verletzt fühlen kann. Denn das liegt mir fern.
[Resterampe]
 
 
22.09.2003
Gerade auf WDR2.

Moderatorin zitiert die TAZ:

"Jeder dritte Bayer gegen Stoiber."
Und was Herr Stoiber dazu zu sagen hat:
"...blabla... und daraus ziehe ich nun die Konsequenzen und lege meine Ämter nieder. Bereits zur xyz-Wahl hatte ich eigentlich diesen Schritt ...blablabla..."
Moderatorin, kein bisschen verlegen:
"Das war natürlich der falsche Hörbeitrag, natürlich wird Herr Stoiber nicht seine Ämter niederlegen usw"

Das _muss_ doch pure Absicht gewesen sein...
[Resterampe]
 
 
21.09.2003, später
"Hmm, das fühlt sich gut an."
"Stimmt."

Vier Stunden Glück an einem ganz normalen Wochenende. Womit hab ich das verdient?
[Resterampe]
 
 
21.09.2003
Erinnerungen, behutsam in warme, weiche Watte gehüllt und gut verstaut, verbleiben am besten unangetastet an diesem sicheren Ort. Werden sie zu oft ans Tageslicht gezerrt, verblassen sie wie nicht lichtechte Farben, vermischen sich mit Ängsten und Wünschen, die das betrachtende innere Auge ihnen noch immer hinzufügt.
Werden verfälscht bis zu dem Punkt, an dem nicht mehr unterschieden werden kann, was wirklich war und was ersehnt wurde.
[Resterampe]
 
 
20.09.2003
Und noch so ein ganz Schlauer...

"Bei Kunst steht eben die Idee im Mittelpunkt und nicht die handwerkliche Technik: ein "Kunstwerk" von Boys könnte jeder 5-Jährige nachmachen, trotzdem würde dies keiner als Kunst ansehen, weil die Idee eben schon jemand anders realisiert hat."
(Quelle: irgendeine Mailingliste)

Soso, ein Kunstwerk von Boys. Vielleicht von den Bottrop-Boys?
[Resterampe]
 
 
19.09.2003
Und noch was Schönes aus dem Fernsehprogramm, gestern Abend bei JBK. Zu Besuch waren Tony Marshall und sein Sohn Marc.
Die Untertitel:
"Tony Marshall - Vater von Marc Marshall"
"Marc Marshall - Sohn von Tony Marshall"

Vermutlich haben sogar einige der dümmsten Zuschauer begriffen, in welcher familiären Konstellation die beiden zueinander stehen.
JBKs Beitrag zur Bildung der Nation, ne?
[Resterampe]
 
 
18.09.2003, später
Rockband ist einverstanden
Selbstmord bei Konzert

Die amerikanische Hardrock-Band "Hell on Earth" hat den öffentlichen Selbstmord eines unheilbar kranken Fans während eines ihrer Live-Konzerts in Florida angekündigt. Das berichtete das Musikmagazin "Rolling Stone" in seiner Online-Ausgabe.

Der nicht näher bezeichnete Fan werde am 4. Oktober im State Theater in St. Petersburg Selbstmord verüben, sagte Bandleader Billy Tourtelot. Er wolle mit der Selbsttötung auf der Bühne ein Zeichen für das Recht sterbenskranker Menschen auf einen würdevollen Tod setzen. Die Band habe beschlossen, ihm dies zu ermöglichen.

In einer Pressemitteilung erklärte der Fan, dessen Identität erst während des Rock-Konzerts bekannt gegeben werden soll, er danke Gott für "diese Möglichkeit, mein Leiden zu beenden". Tourtelot sagte laut "Rolling Stone": "Was ich tue, mag unmoralisch sein, aber es ist nicht illegal."

Dagegen erklärte ein Sprecher der Polizei von Florida, die Band plane ein Verbrechen. "Ich weiß nicht, ob das ein Publicity-Gag sein soll, aber wir werden versuchen, sie zu stoppen und ihnen die Gesetze klar zu machen. Möglicherweise ist der Band nicht klar, dass es hier um ein Verbrechen geht." Nach US-Gesetzen ist Beihilfe zum Selbstmord strafbar.

Quelle: http://www.n-tv.de/3184543.html

Und da dachte Herr Osbourne, er sei mit seiner rituellen öffentlichen Huhnenthauptung der Held... But that was then, and this is now.
Nun mag es dazu durchaus differierende Meinungen geben, zu allererst frage ich mich allerdings, was ein öffentlicher Selbstmord mit dem Recht auf einen würdevollen Tod zu tun haben soll. Mit meiner Definition von "Würde" geht dieser Akt jedenfalls nicht konform.
[Resterampe]
 
 
18.09.2003
Jetzt im Trend: der Wasserleichen-Look.
Strähnige Haare, Augenringe xxl (ich nenn sie Naturpiercings) und eine mehr als bleiche Gesichtsfarbe. Gesichtsausdruck natürlich ähnlich lebhaft.

Immerhin hab ich es heute geschafft, bereits zwei Futurama-DVDs zu schauen anstatt willenlos meine fünf verfügbaren TV-Programme zu fixieren.
Als die erste DVD abgelaufen war, dann der Schock am Mittag: Stollwerck lässt sich in Bezug auf seine Werbung auf Ferrero-Niveau herab.
Ich meine ja, die sollten erstmal ihre Qualitätsansprüche ans Produkt hochschrauben, bevor sie sich vergleichbar schlechte Werbung leisten. Sonst wird das nix mit den angepeilten Umsatzzahlen.
[Resterampe]
 
 
17.09.2003
Sag´s mit Bernd:

Dazu denke man sich ein bekannt deprimiertes "Mist!"
Geht´s besser? Wusst ich´s doch.
[Resterampe]
 
 
16.09.2003, viel später
Bin ich eigentlich die einzige Person, die sich über Gewinnspielfragen auf Sonderschulniveau im Fernsehen nicht freut, sondern im Gegenteil ziemlich aufregt?
Gerade bei RTL: "In welcher Währung zahlte man in der DDR?
a) Mark b) Euro."

Vielleicht liegt´s ja nur an meiner krankheitsbedingten Übellaunigkeit, oder daran, dass ich mangels Willenskraft und wider besseres Wissen fast den gesamten Tag vor der Kiste verbracht und mich von zuviel Schund hab beschallen lassen, aber von sowas fühl ich mich verarscht.
Kann das bitte mal jemand zur Kenntnis nehmen?! Danke.
[Resterampe]
 
 
16.09.2003, später
Ächz, ich bin sterbenskrank.
Zumindest trieft meine Nase wie nichts Gutes und mein Hals kratzt wie ein alter Schafwollpullover - wie so einer von denen, die man sich als Kind nur unter größtmöglicher Gegenwehr und unter heftigem Gezeter hat anziehen lassen.
Wonach man schmollend in einer Ecke saß und sich nicht zu bewegen wagte, weil dann ja alles kratzte. Oder wo man so schnell und unauffällig wie möglich nach draußen verschwand, um das Ekelteil hinter der nächsten Ecke (aber leider nicht weit weg genug für Muttis wachsamen Blick) gleich wieder auszuziehen. Um dann zurückgepfiffen zu werden und weiter: s.o.
Unglaublich, dass man als Kind ganze Tage in einer kleinen Revolutionsschleife gegen Mutti und den Schafwollpullover verbringen konnte.
Zumindest so lange, bis man Hausarrest bekam. Dann hatte das Thema Revolution sich erledigt, irgendwie. Wie komm ich jetzt eigentlich darauf? Ach ja, mein Hals. Ich mach mir mal ne heiße Milch mit Honig, röchle vor mich hin und sinniere weiter über die Kindheit.
[Resterampe]
 
 
16.09.2003
"Das Leben ist hart" noch so bei sich gedacht, sich umgedreht und frontal vor eine Säule gelaufen.
q.e.d.
[Resterampe]
 
 
15.09.2003, noch später
Blogger tun bedeutsame Dinge. Oder so.
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/15601/1.html
[Resterampe]
 
 
15.09.2003, später
Gut, Jungs, kriegt euch wieder ein.
Ich weiß ja, dass gewisse Reizworte zu kleinen Kurzschlüssen in euren Köpfen führen, die euch inspirieren, immer komische, immer gleiche Scherze loszujagen. So ein Reizwort ist der Begriff "babe", schon klar. Wer sich allerdings mal die Mühe gemacht hat, auch nur ein, zwei Seiten hier zu lesen, wird feststellen, dass _meine_ Bedeutung nicht zwingend zu euren Assoziationen passt. Und wer ganz doll interessiert an der echten Bedeutung dieses Begriffs ist, könnte ihn auch mal in die Suchmaschine seines Vertrauens eingeben, so mit Düdels an Anfang und Ende, damit´s für´s einfache Gemüt überschaubar bleibt. Ja? Gut. Dann hätten wir das.
[Resterampe]
 
 
15.09.2003
"Ach, wissen Sie, Herr K., ich nehme mich selbst auch manchmal zu wichtig."
Kommentar meiner Lieblingskollegin zu der wiederholten Behauptung eines Kollegen beim Betreten ihres Büros, er wisse genau, dass sie über ihn lästere.
Als ich erst einmal vom Boden wieder hochgekrochen war, machte dieser meinen Tag und ersetzt fortan meinen Standardspruch für solche Menschen: "Ich weiß gar nicht, was die anderen immer haben. Ich finde Sie eigentlich ganz nett."
Überhaupt, über so ein Standardrepertoire an guten Erwiderungen sollte man schon verfügen. Meine Hirn-Mundwerk-Synapse reagiert mitunter noch zu langsam - beispielsweise wenn eine andere Kollegin mich nach meiner Versetzung mit Schulterschlag (grrr!) begrüßt und fragt, wie mir der Urlaub in der neuen Abteilung denn so gefällt. Just passiert, und ich stand ob dieser Frechheit mit offenem Mund in der Gegend rum (was zugegebermaßen nicht wirklich oft passiert).
Also fange ich mal an, ein Antwortbuch auf blöde Phrasen anzulegen. Nr. eins hab ich ja schon...

 
 
14.09.2003
"No hard feelings at all"
Im Englischen lässt sich vieles so viel einfacher ausdrücken als im Deutschen. Also aufgepasst, Ihr Nachfrager und Sorgenmacher: dass mein Exfreund, mit dem ich mittelfreundschaftliche Kontakte pflege, meine Ex-beste-Freundin, zu der ich mittlerweise auch wieder gute Kontakte pflege, gestern geheiratet hat, juckt mich nicht. Im Gegenteil, ich freue mich für die beiden, denn sie haben sich verdient (und das im positiven Sinne).
Die eine Beziehung war ordnungsgemäß beendet, bevor die andere begann. Und zwar von mir, und zwar vor über drei Jahren.
Warum, glaubt Ihr, habe ich an der Feier teilgenommen? Weil ich masochistische Charakterzüge trage? Mag sein, aber in diesem Fall: siehe ganz oben. Trotzdem danke für´s Sorgen machen.
[Resterampe]
 
 
11.09.2003
Heute gab´s auf der Arbeit seit langem mal wieder zwei Situationen, bei denen mir meine dicke, abgestumpfte Dienstleisterhaut abhanden kam.
Situation eins, lustig: Alte Dame ruft an und erzählt mir, sie habe eine Perücke. Diese Perücke wurde gewaschen (muss wohl auch mal sein) und von ihr zum Trocknen über den dafür vorgesehenen Kopf gestülpt. Aus ihr unerklärlichen Gründen fiel der Kopf mitsamt der Perücke in einen Eimer kochend heißes Wasser, der dort zufällig stand. O-Ton alte Dame:"Meine Perücke ist aus Kunsthaar - jetzt seh ich aus wie Catweazle, wenn ich die auftue!"
Meine Selbstbeherrschung hielt gerade so lang an, bis das Telefonat beendet war.
Situation zwei, gar nicht lustig: Ebenfalls alte Dame sitzt vor mir und berichtet davon, wie sie vor kurzem einen Auffahrunfall verursachte, geschockt in ihrem Auto saß und sich gerade sammelte, als der Beifahrer wie angestochen aus dem durch sie beschädigten Auto sprang und sie beschimpfte, nach ihrem Auto trat, auf die Motorhaube sprang und ihre Windschutzscheibe eintrat.
Glückliche Fügung an der Sache: Gegenüber stand eine Zivilstreife der Polizei, die gerade eben noch rechtzeitig einschritt, bevor er ihr an die Kehle gehen konnte. Weitere glückliche Fügung: Strafanzeige gegen dieses Arschloch (Verzeihung, aber dafür gibt´s kein anderes Wort).
Und wie die alte Dame mir gegenüber hockt und ein Tränchen verdrückt, merke ich, mir steigt das Wasser auch in die Augen. Seltsam... Und lang nicht gehabt.
[Resterampe]
 
 
09.09.2003, noch später
Aus aktuellem Anlass: "du" und "dich" schreibt man jetzt, auch in der direkten Anrede, klein. "Sie" und "Ihren" dagegen bleibt groß geschrieben. Wer hat sich diese verfickte Rechtschreibreform eigentlich einfallen lassen?!
[Resterampe]
 
 
09.09.2003, später
Hey GEZ,
schön, dass du mit an Penetranz grenzender Häufigkeit an mich denkst und immer mal wieder nachfragst, ob ich vielleicht inzwischen ein Radio, Fernsehgerät oder Autoradio besitze, das ich, au weia, noch nicht ordnungsgemäß bei dir zur Gebührenabbuchung angemeldet habe.

Ich kann dir versichern, dass alles beim Alten ist, die Beziehung prächtigst funktioniert, also weiterhin Fernseher, Radio und Autoradio über meinen so genannten Lebenspartner angemeldet sind (she dazu Punkt 1 und 3 deiner "wichtigen Informationen für Sie"). Wie bei deiner letzten Anfrage, und auch wie bei deiner vorletzten Anfrage. Und wie bei der davor auch. Also, entspann dich.

Da fällt mir ein: du wirst doch wohl nicht... Du kleiner Teufel, du hast doch wohl keine privaten Interessen an meiner Person?! Oder warum geierst du so darauf, dass ich endlich mal wieder meine eigenen vier Wände allein bewohne...?
Also, das hätte ich ja nun wirklich nicht erwartet. Wenn das so ist, dann will ich mal nicht so sein. Schreib mir ruhig weiter Briefe - Verehrer kann man ja nie genug haben.
[Resterampe]
 
 
09.09.2003
Schön, dass unsere Herren Politiker die Muße haben, sich Gedanken zum wochenendlichen Auftritt Rudi Völlers zu machen und diese auch noch der Presse kundzutun.

Da freu ich mich doch lieber am gerade eben laufenden Live-Stream eines Muse-Konzerts auf Radio Fritz - lenkt vom Granteln ab.
( rtsp://stream1.orb.de/broadcast/fritz-live.ra)
[Resterampe]
 
 
08.09.2003
Himmel. Gerade beim Einkaufen musste ich mit Entsetzen feststellen, dass es schon wieder Weihnachtsschnaterkram gibt. Alle sind sie wieder da: Christstollen, Pfeffernüsse, Lebkuchen, Spekulatius.
Von meiner persönlichen kleinen Schwäche für Lebkuchen, die das ganz spannend findet, mal abgesehen, befremdet es mich Jahr für Jahr, wie das Zeux wieder eine Woche eher in den Regalen steht als noch im Jahr davor.
Bringt mich zum nächsten Gedanken: wie konsequent schaffe ich es wohl dieses Jahr, den Weihnachtskelch möglichst unbeeinträchtigt an mir vorüber ziehen zu lassen?
Stand des letzten Jahres: kein Baum, keine Messe (sowieso nicht, aber an Weihnachten erst recht nicht), keine Weihnachtsdeko, keine Geschenke. Mit der Einschränkung, dass Eltern noch Geschenke verteilen und erhalten wollten und sich damit auch durchgesetzt haben. Dieses Jahr ist dann wohl _der_ Punkt auf der Tagesordnung. Und das alljährlich beliebte: "Wo verbringen wir das Fest?"
Meines Erachtens gilt, wenn ich in einer eigenen, wenn auch kleinen, Familie lebe, habe ich meinen Schwerpunkt in dieser Familie und muss mich nicht die gesamten freien Tage bei irgendwem einbuchen, um nur ja den familiären Weihnachtsfrieden zu sichern. Zumal der ja eh immer so eine Sache ist - bis mittags wird gerödelt, was das Zeug hält, die rödelnde Person steigert sich in blinden Hass den unbeteiligten Anderen gegenüber, bis sie kurz nach Mittag explodiert. Es fliegen Teller, wahlweise auch fiese Bemerkungen oder wüste Beschimpfungen durch die Räume. Da wird beleidigt, gehetzt, geschnauft und verletzt. Hauptsache, wenn die Kerzen angezündet werden, ist alles harmonisch. Nein Danke!
Lesen Sie demnächst an dieser Stelle, was aus dem guten Vorsatz für Weihnachten 2003 geworden ist.
[Resterampe]
 
 
07.09.2003, später
Rudi Völler beschimpft nach der Niederlage gegen Island die gesammelten Moderatoren. Zum progressiven Frustabbau hätte ich gern auch mal einen Fernsehtermin. Müsste sich doch irgendwie einrichten lassen, das.
[Resterampe]
 
 
07.09.2003
Mütterlicher Ratschlag zur Geburtstagsgeschenkefindung:
"Kind, lass Dir was einfallen, bitte nur keine Creme wie letztes Jahr. Das schenkt man Omas und anderen, bei denen man nicht weiß, was man schenken soll."

Unnötig, darauf zu erwidern, dass diese Creme lediglich eine aus mehreren kleinen Dreingaben war, da man davon ausging, dass auch andere, wie man selbst, sich daran erfreuen, möglichst viele kleine Geschenke auspacken zu können; oder dass das Hauptgeschenk wohl ganz in Vergessenheit geraten sei. Oder, dass die Aufforderung, sich etwas einfallen zu lassen, nicht gut ankommt von einer Person, die sich seit Jahren genau _die_ Mühe gibt, entweder a) Geld im Umschlag oder b) Geschenke nach exakter Vorgabe des was, wo, wieviel zu vergeben. Oder, dass man angesichts des elterlichen Wohlstands sowieso große Schwierigkeiten hat, überhaupt etwas zu schenken, was sie sich nicht schon selbst gekauft haben.
Diese und die vielen weiteren oders bleiben allesamt in einem unerklärlichen, da viel zu lang anhaltenden, Strudel postnataler Dankbarkeit hängen und verrauchen mit dem Ärger über mütterliche Ignoranz. Bis zum nächsten Mal.
[Resterampe]
 
 
05.09.2003, später
Super Leistungspaket im Jahresabo der KVB:
Man darf mitnehmen: wochenends und feiertags einen weiteren Erwachsenen, drei Kinder, ein Fahrrad, einen Hund.
Und einen Hut, einen Stock, einen Herrenunterrock.
[Resterampe]
 
 
05.09.2003
Bitte, wer auch immer derlei Entscheidungen trifft: Sorg für schlechteres Wetter!
Ich mag keine einzige schlecht geschminkte, schlechter blondierte Tusse mit Speckrand über der zwei Größen zu engen Jeans in einem "I´m a sexy bitch"-Shirt mehr sehen. Zumindest hätt ich gern eine Kettensäge, um zum Gegenangriff überzugehen. Oder wenigstens ein Shirt mit der Aufschrift "Du irrst Dich!".
[Resterampe]
 
 
04.09.2003
"I accept advice readily, criticism with an open mind and an argument, misinformed judgement with condemnation and I make fools suffer. I can be arrogant, stubborn, decisive, impetuous, passionate, cold and loyal to the point of foolishness. It is what I am and without all those attributes or otherwise I would not be what I am and you would not know me from Adam. It's called Yin and Yang. Guilty as charged! Will I change anything? Sorry. Too long in the tooth and too entrenched in my ways. A Garrulous old maverick? Hang me high! Look me close in the eyes and you'll see someone who doesn't give a damn!"

Derek Dick schreibt mir aus der Seele. An guten Tagen.
[Resterampe]
 
 
03.09.2003
Zeit, mal ein bisschen mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen.

"du bist so positiv"
Klar doch. Deswegen existiert "positiv" als Wort in meiner Welt auch lediglich in der negativen Besetzung (siehe "HIV-positiv").
Ich hasse es, wenn Menschen sorglos in den Tag hinein trällern, aus jeder noch so beschissenen Lage das Beste machen und ihre gutartigen An- und Absichten in meine Richtung versprühen.
Ich bin nicht positiv, ich war´s nie und ich werd´s nie sein.
Ich bin am besten gelaunt, denke schärfer und kann mich selbst besser leiden, wenn ich mies gelaunt bin.
Außerdem: wenn ich immer das Schlimmste erwarte, kann ich auch angenehme Überraschungen erleben (die mich dann tatsächlich ziemlich überraschen) - und falls alles eintritt wie erwartet, bin ich nicht enttäuscht. Hab´s ja kommen sehen.

"du bist so selbstsicher"
Genau. Und deshalb durchdenke ich alles, was ich tue oder getan habe, gleich mehrfach, deshalb stelle ich mich ständig selbst in Frage, zweifle an meinen Entscheidungen und traue mich kaum, ohne offensive Anzeichen von Interesse jemandem ein Gespräch aufzudrängen.

"du bist so offen"
Aber natürlich. Deshalb habe ich Dutzende von Bekannten und eine kleine Handvoll Freunde, von denen die meisten wissen, was ich tue, was ich getan habe, welcher Nackenwirbel mir heute wieder wehtut und was ich zum Frühstück hatte. Und deshalb bin ich auch von fast genau derselben Menge an Menschen umgeben, die keine Ahnung von meinem Seelenleben haben; davon, wie ich wirklich denke und fühle und von welcher Brücke ich gerade eben am liebsten sprünge.
(Zudem neige ich zu übertriebenem Pathos. Aber das ist eine andere Geschichte.)
[Resterampe]
 
 
02.09.2003, später
Mir ist gerade aufgefallen, dass ich mal wieder was verpasst habe:
Bill Violas Ausstellung "Nine Attempts to Achieve Immortality" in Duisburg. Aus diesem traurigen Anlass hier ein Tipp:
Nach Duisburg zum Gasometer fahren, eine Eintrittskarte für seine Videoinstallation "Five Angels for the Millennium" kaufen, hochsteigen, sich auf den mit dickem Teppich belegten Boden legen und genießen. Vorher am besten gar nicht wissen, was es zu sehen gibt. Traumhaft, verzaubernd, einfach nur schön.
[Resterampe]
 
 
02.09.2003
Heute im Sonderangebot: die Top 5 derer, die mich kreuzweise können.

1. mein Kontostand
2. der Typ mit Kennzeichen NE-TT usw, der mich ziemlich unnett heute auf der Autobahn fast ins Jenseits befördert hätte
3. das Fitness-Center, bei dem ich Beiträge zahle und das ich nicht nutze
4. die Personen, die sich jetzt vielleicht gerade fragen, warum sie nichts von mir hören, wo ich mich doch sonst mit schöner Regelmäßigkeit melde
5. die Menschheit.
[Resterampe]
 
 
01.09.2003, später
Und noch was aus der Rubrik "Dialoge die die Welt nicht braucht":

"Hach, ich weiß gar nicht, wo ich noch nach passenden Wassergläsern suchen soll..."
"Wieso, wo ist das Problem? Gibt doch genug davon."
"Ja, nein, die müssen ja auch zu meinen Riesenrotweingläsern passen. Ich hab so Große, das fiel mir erst auf, als ich sie zu Hause hatte. Da kann ich doch unmöglich so´n mickriges kleines Wasserglas daneben stellen. Wie sieht das denn aus?!"
"Ähh ja. Das weiß ich auch nicht."

Danke für dieses Gespräch. Zum gesunden Mittelstandswahnsinn fehlen ferner die obligatorischen zwei Kinder, ein Reihenendhaus und vielleicht eine schäbige Schwiegermutter. Das Mädchen heißt natürlich Joy. Dann.
[Resterampe]
 
 
01.09.2003
Die BILD bereichert einmal mehr die Welt um intime Enthüllungen aus der Depp, ähh, Sternchenwelt. Naddel packt jetzt schonungslos aus, ihr Buch heißt "Ungelogen"... Schön, dass sie das so betont. Und müsste es nicht eigentlich "ungelügt" heißen?!
Darüber vergisst man doch gleich, sich über die einfach nicht eintretende kreative Schaffenskrise Rosamunde Pilchers zu echauffieren.
[Resterampe]
 
 
29.08.2003
Ausgesprochen amüsant ist, wenn ein geschniegelter Jüngling im Alter von 20 und einem Keks offenbar die Anweisungen seines Arbeitgebers penibel befolgt und mich, ihm entgegen kommend, von oben bis unten mustert, verächtlich einen Mundwinkel verzieht und beschließt, mir keine American Express Blue Card anzubieten. Amüsant deshalb, weil er sich gestern, als ich direkt aus dem Büro durch die Stadt ging, fast überschlagen hat, um mir sein Zeux anzudrehen.
Merke: möglichst nicht betucht scheinen, dann wird man in Ruhe gelassen bis ignoriert.
Wenn mich allerdings selbst die Penner mal nicht anschnorren, bin ich wohl über´s Ziel hinaus geschossen.
[Resterampe]
 
 
27.08.2003, später
Antwort auf meine Bitte, sich darum zu kümmern, dass mir übersandte Login-Daten trotz mehrfacher, korrekter Eingabe nicht zum gewünschten Erfolg führen:

"Hallo,
die Registrierung müsste mit den Daten funktionieren.
Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.
Wir helfen Ihnen gerne schnell und zuverlässig weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr SupportTeam von xxx"
(Name von der Redaktion geändert)

Denkmögliche Reaktionen meinerseits (nach abfallender Stimmungskurve sortiert):

-> Guten Tag,
ich stimme mit Ihnen überein, dass die Registrierung mit den Daten funktionieren müsste. Wie Sie bereits meiner vorhergehenden Mail entnehmen konnten, tut sie das aber nicht.
Und nun?

-> Hallo,
vielen Dank für Ihren zwar nicht unfreundlichen, aber ebenso wenig hilfreichen Service. Ich hatte Ihnen mitgeteilt, dass die Registrierung mit den übersandten Daten nicht funktioniert - dass sie das eigentlich tun müsste, ist mir klar. Daraus ergibt sich für mich zwangsläufig die Frage, was Sie tun können, damit es doch funktioniert.
Gutes Zureden bewegt die Benutzerkennung übrigens nicht, sich als richtig zu enttarnen. Nur für den Fall, dass dies Ihr nächster Vorschlag wäre...

-> Sagen Sie mal, spreche, respektive schreibe ich eigentlich in Suaheli?! Oder hatten Sie einfach nur keine Lust, meine Mail zu lesen, danach das Hirn anzuschmeißen und sich eine gute, passende Antwort zu überlegen?!

Auf Grund persönlicher Faulheit und täglich zunehmender Indifferenz gegenüber den vielen Frechheiten, denen ich mich ausgesetzt fühle, wurde daraus ein:
-> Danke für die Info. Ich verzichte auf die Inanspruchnahme Ihrer Dienste.

Arm, eigentlich.
[Resterampe]
 
 
27.08.2003
Gerade auf der Autobahn gesehen: den EigenHymer.
Wer dabei an Schwickelkram denkt, hat damals in Sachkunde nicht aufgepasst.
[Resterampe]
 
 
25.08.2003
"Die sind einfach nur shocking, so!"
Kommentar einer über-30-jährigen Medienarchivarin (studiert!) zu Bildern, deren Hauptinhalt mehr porno-esk denn künstlerisch wirkt.
Aktiver Wortschatz, so. Echt shocking.
[Resterampe]
 
 
24.08.2003
Kennt eigentlich noch jemand dieses Werbelied von und mit den Wauzis? Nicht?! Auch egal.
[Resterampe]
 
 
24.08.2003
Seufz...

"It’s crawling with idiot
I’m itching to leave
I’m soft with fatigue I need something
I’ve never seen anything quite like you
In here
Chorus
Come on it’s not serious
I just need arms tonight
You’re blue collar pride
And you’re loose cotton cool
You’re wilting a little
Nothing grows down here
Chrome
Smoke
Heat
Me and you"


Elbow - Crawling with idiot
[Resterampe]
 
 
23.08.2003
Liebe Nachbarn von irgendwo schräg über mir,
ich will Euch ganz sicher nicht zu nahe treten, aber glaubt Ihr nicht, ich wäre nicht schon genug gebeutelt durch Eure Vielzahl an Kindern, die, wie Ihr selbst wisst, den ganzen Tag über scheinbar mit sich selbst nichts Besseres anfangen können als lauthals zu kreischen? Schlimm genug, dass es Euch einen Dreck kümmert warum sie das tun, und Ihr Euch so überhaupt nicht darum schert. In Ordnung, in Eure Kindererziehungsstrategien will ich mich nicht einmischen (Oder vielleicht doch?).
Aber meint Ihr, es tut auch noch zusätzlich Not, dass Ihr selbst ebenfalls ständig lautstark herumdiskutiert?! Das nervt nämlich immens - ich beschalle Euch ja auch nicht mit meiner Lieblingsmusik (und glaubt mir, *die* würde Euch nicht wirklich gut gefallen) in meiner Meinung nach angemessener Lautstärke. Und ich führe auch meine Unterhaltungen nicht wohnungs-übergreifend. Und ich schaffe es auch immer, die Wohnungstür einigermaßen leise zu schließen und nehme nicht noch extra Schwung, um auch wirklich alle Hausbewohner darüber in Kenntnis zu setzen, dass ich jetzt die Wohnung zu verlassen gedenke. Vor allem, wenn ich dies nachts um eins tue.
In kurz: Ich muss nicht das gesamte Haus an meinem Privatleben teilhaben lassen. Echt nicht. Und genauso wenig möchte ich an Eurem Privatleben in dieser Ausdehnung teilhaben. Glaubt mir, wenn´s anders wäre, hätte ich schon längst mal angeklingelt, mich vorgestellt, einen selbst gebackenen Kuchen gebracht und Eure Freundschaft gesucht.
Nichts für ungut, aber das wollte jetzt mal raus.
[Resterampe]
 
 
22.08.2003
Heute am Bahnhof,
unangemeldete Demo.
[Resterampe]
 
 
19.08.2003
I don´t like mondays.
Nach weitgehend schlafloser Nacht mühsam die Dusche überstehen, wegen Zeitmangels auf Frühstück verzichten, durch Montagmorgenstaus zur 55 km entfernt liegenden Arbeitsstelle fahren. Kurz vor Dienstbeginn merken, dass der Pförtner das getan hat, was man auch gern wollte: verschlafen. Auto 300 m weit weg im Halteverbot und zusätzlich quer über den Bürgersteig abstellen, ins Büro hetzen, vom Kollegen den Schlüssel für´s Rolltor ausleihen. Auto wieder umparken, dabei merken, dass Pförtner aufgewacht und Rolltor jetzt offen ist. Feststellen, dass man den Büroschlüssel in selbigem vergessen hat, außerdem, dass eine Horde Kunden, die nicht willens oder in der Lage ist, ein freundliches "Guten Morgen" zu erwidern, bereits vor der noch verschlossenen Tür wartet. Mit ihnen zusammen warten, dass ein Kollege aufschließt. Sämtlichen Kunden die Türe aufhalten, kein "Danke" zu hören kriegen, Kaffee kochen wollen und feststellen, dass das Kaffeemehl im Paralleluniversum verschwunden ist. Kaffee kaufen gehen, auf dem Rückweg in Regen geraten. Montag morgen, 08.27h.
Welt, ich hasse Dich.
[Resterampe]
 
 
16.08.2003
PLUS Bickendorf, Köln. Asi schleudert seinen Einkaufswagen mir vor den Knöchel. Ich "Au!". Er: "Die Alte soll doch aufpassen, wo die sich hinstellt."
Mein Aggressionspotential: nicht so klein. Wenn demnächst im Express steht, dass weibliche Person Sack Kartoffeln auf anderer Person zu Püree geschlagen hat, war ich das. Macht doch nix, oder?
[Resterampe]
 
 
14.08.2003
"Sehr geehrte Ms rotor_b.,
sie sind jetzt fast auf den Tag genau seit 2003 Jahren WEB.DE Nutzerin.
Wir danken Ihnen für Ihre Treue und hoffen, Ihnen noch viele weitere Jahre mit innovativen Diensten hilfreich zu sein."

Dieser Tag war nicht vergeudet. Ich weiss jetzt mein tatsächliches Alter.
[Resterampe]
 
 
11.08.2003
Moses Blah wird voraussichtlich neuer liberianischer Präsident. Endlich mal ein adäquater Politikername. Guten Tag.
[Resterampe]
 
 
wechselnd anwesend seit 8256 Tagen
status
You're not logged in ... login
tour de force
find!
 
The good, the bad & the ugly
Blindschleicher coderwelsh/synchron./ il giardino Kopffüssler le bufflon Luzilla mad Pappnase signalements Teilzeitgigant das vert 37

Musique (Automatique):
Auf ein neues Coast is clear Popnutten Totally Fuzzy txt.