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... neuere Stories
03
August
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Als wir nachts, nachdem ich bei der letzten Band im Stehen im Türrahmen eingeschlafen war, langsam zu Fuß nach Hause schlichen, unterhielten wir uns über ihr Beziehungsleben.
Und während sie meinte, dass sie sich immer, wenn sie mit mir darüber spräche, so klein und dumm fühle, weil ich so abgeklärt und objektiv darüber denke, versuchte ich, sie zu unterbrechen, um überhaupt klarzustellen, dass es dafür keinen Grund gebe, weil ich ja doch nur das Leben anderer begreife und im eigenen vollkommen im Dunklen umherstolpere, was nicht gelang weil wiederum sie mir ins Wort fiel, ich möge sie bitte ausreden lassen, es sei nämlich so, dass, wenn ich dann aber mit ihr zusammen leicht hysterisch "No Limit" zu irgendeinem schlimmen Electrokram intonierte ("Es passt, es passt tatsächlich!") und am Ende solche Ringelhoodies mit gepiercten Hasenohren an der Kapuze kaufte, doch immer wieder alles zurechtgerückt werde. Soll mir Recht sein, ich werde lieber gemocht als bewundert. Und mein Hoodie, das ist eine Wucht. Scheiß auf die Frisur - Hauptsache, die Ohren liegen.
01
August
Dieser Tage werde ich überwiegend begrüßt mit "Gott, siehst du schlecht aus, gehts dir nicht gut?", und obschon ich antworten möchte danke der freundlichen Nachfrage, und ja, es geht mir nicht gut, schon seit Monaten, antworte ich mit der ebenfalls zutreffenden Aussage, es sei zu warm, und ich müsse eigentlich immer nur schlafen, 14, 16 Stunden am Tag, und manchmäl täte ich das sogar, aber es reiche nie, wie mit Goethe und dem Alkohol - sagte er nicht "zu viel kann man wohl trinken, doch nie trinkt man genug"? Und, hey, ich denke jeden Morgen vorm Spiegel, du siehst ja aus wie Käptn Kacke - kennen wir uns eigentlich? Und dann: Herzchen, wir müssen reden, du hast Mischhaut, oder zumindest diese zwei überdimensionierten Pickel an exponierter Stelle im Gesicht, ebenfalls schon was länger. Nunja. Sagte ich schon, das Wetter, die Hitze und so. Nichts für mich.
Ich bin ja auch viel unterwegs in diesen Tagen; dieses Zwischenleben hat den Vorteil, wenig bei der Arbeit erscheinen zu müssen, mich an Bord zu haben, den weiteren Vorteil für alle Beteiligten, sich um Spätdienste nicht mehr sorgen zu müssen - ich nehme sie, alle. Ach, kennen Sie eigentlich "World Window" von Haujobb? Ich sag´s Ihnen, Sie sollten. Nur mal so am Rande. Wo war ich? Ach ja, unterwegs. Die Tage noch, fortgeschliffen vom Pink Girl, meeting Scene Celebrities; und es ist wie ich immer heimlich vermutete, Celebrities sind doch auch nur Menschen, diese jedenfalls. Sie sind nett, auf diese Allerweltsart; der eine vermisst seine Freundin, der andere scheinbar eher sich selbst. Beide sind mir sympathisch. Sonst meide ich sie ja, die gefeierten Stars, zu groß ist meine angenommene Sprachlosigkeit ihnen gegenüber. Bei denen hier hilft es, dass ich ihre Musik nicht einmal besonders mag, sodass ich diesen Aspekt ihrer selbst geflissentlich ignorieren kann. Unwahrscheinlich, das mit einem Künstler zu können, dessen Musik ich liebe. Ist Ihnen übrigens jemals die Ähnlichkeit zwischen "Neiden" und "Meiden" aufgefallen? Muss es ja auch einen Grund für geben. Wie auch immer, ich neide den meisten Menschen ihre Celebrities nicht, auch auf diese hätte ich verzichten können. Jedenfalls wird es wohl nicht für eine eigene "Ms mono meeting Celebrities"-Kategorie reichen, so wie es auch nie für die "Ms mono fucking DJs"-Kategorie reichte; wer also jetzt auf zukünftigen Glamour im Hause Monolog hofft, den muss ich enttäuschen. Der Club, jedenfalls. Mir wurde er empfohlen; er ähnele dem Wohnzimmer aus Köln, und, es stimmt. Und da ich das Wohnzimmer schon vermisse, insbesondere seit die liebste Wohnzimmerveranstaltung dem Gästeschwund zum Opfer fiel, bin ich natürlich recht angetan davon, quasi in der großen Stadt die große Wohnzimmerschwester gefunden zu haben. A passion for living, surviving, and that means detachment. Und du, mein langhaariges Gegenüber, kannst noch so sehr um Takthaltung mit mir bemüht sein, vor und zurück, immer gleichmäßig, wir passen zueinander, das stimmt, im Tanzen. Mehr wird hier aber heute nicht geschehen, ich bin nicht auf Verabredungen aus, auf Verwicklungen schon gar nicht. Ich will tanzen und mich selbst dabei vergessen. Und du trägst Chucks, ich TUK. Das passt ja nun überhaupt gar nicht. Ich bin 6 m gross und alles ist wichtig Ja bitte, fütter mein Ego. Das kann´s grad gebrauchen. I don´t want to go home it´s not my home it´s their home I ve got no home anymore. Vor Jahren sang mal jemand die guten Zeilen dieses Liedes für mich, das hat mich beeindruckt. Danach nicht mehr so sehr viel. Cold in the head, but warm in the heart. Unsere ersten schätzungsweise 150 Mails überschrieben wir mit wechselnden 242-Zitaten. Man lernt die Texte seiner Lieblingsband kennen, auf diese Weise. Der Schmerz, scharf wie das neue Messer, tief schneidend - es ist Herzblut, das aus der Wunde quillt. Ich sollte solche Clubs vielleicht doch besser meiden; zu viele unerwartete Momente. I walk the line between good and evil. Oh ja. Und manchmal, da geht es ganz ganz schief. In der Enklave meines Herzens in der ich mich verlier Auf dem Heimweg in der Bahn dann wieder die Neubauten, leisere Klänge, und daran denken, wie das Lied damals meine Mailbox verstopfte, weil der Versender meinte, ich müsse es unbedingt hören, noch vor der Veröffentlichung, jetzt sofort. Und wie er Recht hatte, so wie er immer Recht hatte, mit seiner Einschätzung meiner Person. Dann die Frage, wer denn jetzt immer Recht haben soll, und die allgegenwärtige Ratlosigkeit. Ich jedenfalls bin es nicht, denn ich bin ja verloren. In welcher Enklave auch immer.
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