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17
März
In Transit.
Ich hatte ja insgeheim davon geträumt, mich als DJane schön wichtig machen zu können - Kopfhörer zu tragen, an Knöpfen rumzudrehen und bedächtig nickend Hörerwünsche zu erfüllen oder stirnrunzelnd abzulehnen. Stattdessen MedienJockey mit vorbereiteten Playlisten, aber eben auch die Freiheit, mit der S. vollkommen selbstvergessen zu "Peter Pank" zu hüpfen, bis am Ende das Alter Erschöpfung und seltsame Blicke des eher ruhigen Teils der Gäste dafür sorgten, dass wir atemlos am nächsten Tisch kollabierten.

Wie immer bei Parties, die ich mit zu verantworten habe, das Gefühl, irgendwie versagt zu haben; mit den Menschen, die mir wichtig sind, zu wenig Zeit verbracht zu haben, mich mit allen ein bisschen und mit keinem richtig unterhalten zu haben. Einzig der Interimsliebende bekam die Aufmerksamkeit, die er brauchte. Weil er sie brauchte. Von allen anderen wünsche ich mir, sie verzeihen. Nein, anders: Ich vertraue darauf. Auch etwas, das neu ist in meinem Leben, zumal breit gestreut.

Mich gewundert, dass Menschen mit bewusst polarisierendem Äußerem abwertende Worte über andere Menschen mit bewusst polarisierendem Äußerem verlieren können; dabei gezweifelt, ob es ein Zeichen großer oder eher gar keiner Selbstreflexion ist. Nachdenken darüber aufgegeben und mich einfacheren Themen gewidmet. Wein oder lieber doch Wasser? Man kann ja schlecht das eine predigen, das andere, Sie wissen schon.

Von der entzückenden N., die sich eine Buttonmaschine gekauft hatte, weil sie ihre eigenen immer so schnell verliert, einen Button geschenkt bekommen, in meinen Farben, schwarz und rot. Sie trägt ihn in pink und schwarz, der L. in Grautönen. Der P. wird auch noch einen kriegen, denke ich.



Und sonst so?
Der kleine Prinz Bruder feiert morgen sein Examen, Überraschungsparty. Ich weiß, er wird es hassen.
Über das Geschenk der Eltern denke ich seit Tagen nach - und darüber, wie ich mich äußern kann ohne es ihm madig zu machen. Vielleicht, denn er kennt mich recht gut, wird er mir eine Äußerung erlassen; darauf hoffe ich.

Wenn ich sie so reden höre, darüber, wie sie mich sieht und was sie meint, denke ich, ich bin ein ganz wunderbarer Mensch.
Leider deckt sich dies nicht mit meiner eigenen Meinung.

Erstmals passiert: Mich selbst auf einer just geschenkten Live-DVD entdeckt; zuerst den Ring, den ich immer trage, dann die Kamera, die ich damals benutzte, dann mich selbst und die U. neben mir. Und wie anders ich damals noch aussah. Wie erschreckend anders.

Und sonst so weiter?
Muss ja.
Schlechten Leuten geht ´s immer gut.
Och, mir isses egal.
[Leben. All das.]
 
 
16
März
Electric Leid Orchestra
Demletzt. Im Zug.
Der Herr gegenüber liest etwas aus der reihe "Warcraft". Das ist ein Computerspiel, glaube ich. An seiner Tasche hängt ein Stoffäffchen und heraus lugt eine Flasche "Lift Apfel". Das verspricht ein wilder Tag zu werden. Oder: so sieht also jemand aus, der auf seiner Festplatte einen Ordner namens "Celebrity Nipple Slips" angelegt hat.
Beim aussteigen vor mir eine junge Dame, dezent aber bestimmt gebräunt. Ein Träger ihrer Bluse über die Schulter nach unten gerutscht. "Ich möchte ihre salzige Schulter lecken"! ... habe ich das laut gesagt? Niemand lässt sich etwas anmerken.
Eine komplette Generation Pädagogen ist offenbar dem Irrglaube erlegen, Schulunterricht habe nicht mehr im Klassenraum stattzufinden. Sondern auf Bahnhöfen und in Regionalexpressen. Diese sind mit jenen zumindest jederzeit reichlich bestückt, derzeit. Die jungen Damen duften nach Vanille und Apfel. Die Herren tragen ausufernde Shirts und gelverzierte Kurzhaarfrisuren. Sie riechen nach Zimt, Curry und zart flaumigem Schweiss.
Eine Frau mit grossen Brüsten rammt meinen Ellenbogen. Ich biete ihr einen Schluck von meinem Kaffee an. Sie lacht und lehnt ab. Sie trinke ihren immer mit Zucker. Ich trinke schwarz.
Ich gebe ihr die Hand und wünsche ihr alles gute.
Die U-Bahn haltestelle riecht heute gar nicht nach Urin. Dazu ist es nun wohl zu kalt.
Ich habe Kopfschmerzen.
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The good, the bad & the ugly
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