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16
Juni
Words are very unnecessary
Heute war ich auf dieser Pressekonferenz dieser relativ unbekannten Schülerband, eigentlich nix Dolles. Trotzdem ein Erlebnis für jemanden, der Pressekonferenzen allenfalls aus dem Fernsehen oder vom, zugegeben eher langweiligen, eigenen Arbeitsgeber kennt.
Ich erwartete Medienvertreter, die dieser Schülerband kluge, zumindest aber brauchbare Fragen stellten, eine ambitionierte Schülerband, und vor allem eine, die etwas zu verkünden hat - schließlich scheint mir das der elementare Sinn einer Pressekonferenz zu sein. Hatte ich gedacht. Gut gelaunt, und, wie der Pressesprecher oder Vorturner hocherfreut ankündigte, äußerst gutaussehend, kamen dann also die drei Bandmitglieder auf die Bühne, die versammelten Medienvertreter, auch so ein Wort, waren bereits vorher eindringlich und mehrfach gebeten worden, ihre Fragen im Kopf vorformuliert zu haben. Angesichts der Art der Fragen könnte man meinen, dass ein großer Teil der Medienvertreter ab einem dieser Aufrufe, nicht unbedingt dem ersten, überhaupt erst begonnen hatte, sich mit der Band auseinanderzusetzen. Jedenfalls gab es bestenfalls bereits mehrfach - auch an diesem Tag - gestellte, überwiegend aber hochnotpeinliche Fragen, deren ernsthafte Beantwortung der Band sichtlich schwerfiel bis unmöglich war. Ich sinniere noch darüber, welches meine Lieblingsfrage-Antwort-Kombination des Tages ist - die, ob die von Dave geschriebenen Songs auch von Martin gesungen würden ("Everyone will leave the stage and i´ll sing them all on my own then.") oder vielleicht doch eher die danach, wovon die Songs handeln werden ("They will be about pain. And even more pain.") Meine Antwort wäre gewesen: "Umweltkatastrophe. Atomwaffen. Arbeitnehmerschutz. Das Übliche halt." Aber ich wurde ja nicht gefragt. Der gesammelten Flut von überflüssigen Fragen stand eine überhaupt überflüssige Pressekonferenz gegenüber, denn die Band hatte schlichtweg nichts zu verkünden: Tourtermine gabs im Flyer und bereits vorher per Newsletter, was für eine Bühnenshow es geben wird, wird noch zu erarbeiten sein. Der Titel des neuen Albums steht noch nicht fest. So ging es fröhlich nichtssagend auch durch den substanziellen Fragenkatalog. Das Publikum, erstaunlich gemischt und gar nicht so devoteehaft aufgeregt, wie ich es erwartet hatte, freute sich trotzdem über jedes Wort, das fiel und sang teilweise bereits vorher Refrains zur ablaufenden DVD lauthals mit. Ich jedenfalls habe pflichtschuldig gekreischt, wie angedroht mit einem Pu-der-Bär-BH geschmissen und Fotos gemacht. Nur Fragen durfte ich nicht stellen, bitte um Verzeihung. Ach ja, die Band erhielt auch so eine Platinplatte für ihre Verdienste um die elektronische Musik, oder waren es doch die Verkaufszahlen der letzten CD? Egal. Diese vergaßen sie dann aber, ganz aufgeregt-sympathische Jungband, auf der Bühne. Machte aber nichts, es gab schließlich selbstlose Menschen, die sie ihnen später hinterhertrugen. Fotos im Kommentar.
15
Juni
Wie einfach muss ein ironiefreies Leben sein.
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