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... neuere Stories
18
Dezember
Mit wem sprach ich noch unlängst genau darüber?
Zeitraffer
Aus verschiedenen Erlebnissen der letzten Tage kann ich ein paar sehr brauchbare, wenn auch grenzwertige Informationen über mich selbst filtern: Für meine Größe bin ich recht gut proportioniert, mein meiner Meinung nach einwandfreies Verhalten ist moralisch eher fragwürdig, mich verbindet eine tiefe Liebe zu diesem wunderbaren, sehr roten und sehr analogen Kolbenfüllhalter,
mein tiefmüder "ich kann gleich aber sowas von gar nicht mehr"-Blick wird gerne als Schlafzimmerblick im etwas anderen Sinn verstanden, und die lang anhaltende Unlust, diesem Rechner wieder das ihm zustehende Betriebssystem zu verpassen, hat mich der Lösung dieses Problems (und auch der anderer) keinen Hauch näher gebracht. Mit der Problemlösung wird auch der Verlust meiner Offline-Mailbox einhergehen - derzeit kann ich zwar auch nicht auf sie zugreifen, aber sie ist zumindest noch da, ein beruhigendes Gefühl, welches sich mit der Neuinstallation erledigt haben wird. Ich bin kein Mensch, der sich ständig absichert, schon einmal verlor ich eine Mailbox mit für mich wichtigem Inhalt. Damals waren Worte das einzige, was ich überhaupt hatte (Darüber, welcher Verlust schlimmer ist, muss ich noch nachdenken). Einen besseren Zeitpunkt gibt es allerdings nicht, alte, kaputte Reste zu entsorgen und neu zu starten, mit demselben Betriebssystem, aber in unbeschädigtem Zustand, denn dies fand sich heute in meiner Webmailbox: Die Hoffnung nährt mich, sie nährt ja die halbe Welt, und ich habe sie mein Lebtag zur Nachbarin gehabt; was wäre sonst aus mir geworden? Ludwig van Beethoven Ich werte das als Zeichen. Nun denn, frisch ans Werk.
14
Dezember
Morgen wieder einmal.
Sie schrumpft, ich will sie zum Essen überreden, was kaum gelingt, nur in Gesellschaft merkt sie nicht, was sie da eigentlich tut. Ich sage und außerdem musst du schlafen und sie fragt wie denn? und darauf habe ich auch keine Antwort aber ich bleibe dabei, sie muss schlafen.
Während wir durch dieses Kaufhaus gehen denke ich darüber nach, wie viel Demütigung ein Mensch erträgt - interessanter noch, wie viel davon er braucht. Das Wunder an Contenance bleibt solange ein Wunder an Contenance, bis es allein ist oder jemand an die richtige Stelle fasst. Wer das tut, dringt nicht zwingend durch, aber etwas dringt heraus, und es bestürzt, vermisst wird ihr üblicher Spott, ihre Selbstironie, ihre Härte sich selbst gegenüber, aber die sind verreist (sagt sie). Sie ließ sich ein Industrial stechen und gab ihm einen Namen, Schmerz gegen Schmerz (Es gab Zeiten, in denen verstand sie das nicht). Sie sagt sie schrumpfe, nicht nur äußerlich. Die Welt werde zu groß für sie, sie verschwinde nach und nach, arbeite an ihrer Selbstauflösung. Während dessen spielt in diesem Scheißkaufhaus irgendwo eine Spieluhr O du lieber Augustin, sie schluckt hörbar und sagt Lass uns L anrufen und kochen. Am besten was mit Wut. Wut, denke ich. Keine schlechte Idee. Sie wird machen, dass sie wieder wachsen kann.
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