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... neuere Stories
23
August
Ich habe großartige Ideen, allein für ihre Umsetzung fehlt mir die Energie. Wahlweise so: Meine Ideen, die gar nicht so großartig sind, lohnen die Umsetzung sowieso nicht. Zusätzlich bin ich müde.
Alles eine Frage des Blickwinkels. Seit ich in der Bahn dieses Buch lese, werde ich merkwürdig angeschaut, vor Allem natürlich von denen, die es betreffen könnte. Meinen anfänglichen Drang zu erklären, warum ich darin lese, vollkommen verloren; jetzt schaue ich nur noch belustigt zu. Neulich, der grauhaarige, Lässige. Dem hat das nichts ausgemacht, er grinste nur. Eigensicht und Fremdsicht: ich sage "20 Kilo", sie sagt "näh!". Ich sage "Doch, leider". Für so schlimm hatte ich es eigentlich dann doch nicht erachtet. Ist es aber. Neulich beim Feiern des Silvester10/11beta irgendwann in den frühen Morgenstunden, als es draußen schon wieder hell war, saßen wir am Rechner und spielten uns gegenseitig Lieder vor - grausame, mitreißende, schöne - und erzählten uns die Geschichten dazu. Weniger schöne spielten wir auch, kein einziges von ihnen war mittelmäßig. Alle hatten sie Bedeutung, wir teilten sie wie Hungrige einen frischen Laib Brot. Und wie seltsam es sich anfühlte, um neun Uhr morgens leicht schwankend aus einer verdunkelten Wohnung in den strahlenden Sonnenschein und unter die Blicke von Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen oder zu sonstnocheinem Ziel zu treten. Mein Ziel: Verschwommen, ich war in der Twilight Zone. 2011beta, gar kein schlechter Name dafür. Testen wir mal, wie das Jahr so aussehen könnte. Ich werde gerade zu einem großen Ceremony-Fan. Könnte schlimmer kommen. A propos kommen: Norwegen, ich komme! Noch zweimal schlafen. Große Freude.
18
August
Ach ja, eins: Bevor man sich dann wieder über dieses oder jenes aufregt, kann man ja auch gut mal die neue Folge von Simon's Cat anschauen. Tut nicht weh und macht nicht ärgerlich, im Gegenteil. Einziger Wermutstropfen: Die Feliden dieses Haushaltes sind nicht so einmalig, wie sie mir immer vorkommen.
Hach ja, eins: Skype funktioniert. Und wie sehr man sich wünscht, noch näher heranzukommen an dieses leicht verschwommene Bild, das so dicht vor einem schwebt und dessen Grundlage doch so weit entfernt ist. Vielleicht krieche ich demnächst mal in den Rechner. Da muss doch was gehen! Ach ja, zwei: Und neutral bin ich auch nicht. Warum auch?! Hach ja, zwei: Die Feliden haben sich entschieden, wieder das Bett mit mir zu teilen, sodass ich nicht ganz vereinsame. Die eine liegt links unten, der andere rechts oben, und der dritte wie immer zwischen meinen Beinen, auf dass ich mich nicht drehen kann. Also liege ich stille und lausche dem einlullenden Schnarchen dreier Felidenmäulchen. Irgendwann kommt der Schlaf schon. Vielleicht. Ach ja, drei: Ich entwickle mich zum Serienjunkie. Nachdem ich sämtliche Dexter-Folgen bereits synchronisieren könnte (deutsch und englisch), außerdem die Wartezeit bis zum Start der neuen Staffel irgendwie überbrückt werden muss, wärme ich nun meine alte Liebe Californication wieder auf. Gestern Nacht in einem Anfall von Untätigkeit die gesamte zweite Staffel geschaut und mitgelitten, -gegrinst und -geliebt. Das muss aufhören, ich habe Arbeit zu tun. Morgen dann, oder nächste Woche. Besser morgen, weil: Hach ja, drei: Heute ist Silvester. Sollten Sie also schnell noch was loswerden oder gar gute Vorsätze entwickeln wollen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Das Feuerwerk ist bestellt, der Raclettekäse wartet bereits im Laden auf mich, die Cocktailzutaten hat die Erdbeere schon herangetragen, und unsere Boogie-Kenntnisse werden wir auch renovieren. Und morgen, da sind wir alle wieder gut und hoffnungsvoll und frisch. Guten Rutsch!
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