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26
März
Fragmente.
Meine olfaktorischen Fähigkeiten sind zu gut, mein Gehör ist zu schlecht. Menschen stinken. Ich tausche gern - möchte zufällig jemand?

Merken. Ich sollte nie wieder der Versuchung erliegen, in einer mehrminütigen Warteschleife beim Geschäftspartner, während derer ich mit "Staying Alive" beschallt werde, den Lautsprecher anzuwerfen und zusammen mit der M. am Schreibtisch gegenüber eine kleine 70er Jahre-Discotanzeinlagen zu steppen. Zumindest nicht im Winter, wenn die Bäume im Innenhof freie Sicht der Kollegen von schräg gegenüber, leider nur auf mich, ermöglichen.

Gestern das fest eingeplante und lang befreute Kills-Konzert wegen akuter Erschöpfung sausen gelassen. Arbeit. Das muss sich alles ändern. Dringend.

Wieder einmal festgestellt: Ich bin zwar eine Spielernatur (die schlechten Gene des Erzeugers), spiele aber nicht mit Menschen. Einen Widerspruch sehe ich darin nicht, im Gegensatz zu anderen.

Dem M., der meinte, von mir behaupten zu können, ich sei ein Kommunikationsjunkie, erwidert, er kenne mich scheinbar schlechter als er denke. M. sauer. Mir egal, für Wahrheiten muss Platz sein.

Get Cape. Wear Cape. Fly. veröffentlichen eine neue Platte. Sie ist groß, im Kleinen.

Die Freunde, die im letzten Jahr anlässlich eines runden Geburtstages nach Mallorca eingeladen hatten, beschlossen, den gesamten März auf Bali zu verbringen ("Die C. muss ihren Resturlaub aus 2007 irgendwie loswerden"). Von dort aus schreiben sie lustige Ein-Satz-Postkarten, die im Wesentlichen aus Frechheiten gegenüber den daheim gebliebenen bestehen und die Worte Pool, lecker, faul beinhalten. Schweine.

Schon wieder Koffer packen, wieder Wohnungen besichtigen, Termine mit Menschen machen, die widerständig sind, obwohl sie prinzipiell an mir Geld verdienen könnten. Ich versteh Makler nicht, kein Stück.
Vorfreude. Of things to come. Sollten Sie meinen Mitstreiter in deutsch treffen, grüßen Sie ihn bitte von mir. Ich bin demnächst zurück.
[Leben. All das.]
 
 
25
März
Fuckin´ Politics
Ich weiß nicht, ob Sie es wissen oder womöglich auch nur erahnen, aber ich bin ja einer von diesen mitunter schlecht zu ertragenden Menschen, die sich gern einmischen. Geht es irgendwo ungerecht zu, muss ich mich dazu äußern; ist eine, nicht zwingend meine, Meinung gefragt, sag ich trotzdem was dazu, wenn ich glaube, etwas beitragen zu können, und wenn mich einer nervt, nun, dann muss ich auch schon mal via Provokation zurücknerven - dann wird mir manchmal "Auf Fresse" angedroht, aber bislang ist einfach noch nichts passiert, oder es fanden sich heldenhafte Menschen, die die, die "Auf Fresse" an mir wahrmachen wollten, mittels bedrohlich-beruhigenden Blickes von dieser Idee abbrachten.
Jedenfalls, die von Ihnen, die das schon wussten oder ahnten, wird es nicht wundern, dass ich mir natürlich eine Ausstellung, in der es um Einmischung geht, nicht entgehen lassen kann, schon gar nicht, wenn sie mit einem Bild des Herrn Yoshitomo Nara wirbt, den ich über alles schätze, dessen Ausstellungen ich aber bislang aus widrigen Umständen immer verpasst habe.
Zwar fehlt mir einiges zum Künstler (über mein neulich angefertigtes, im Grunde genommen großartiges Ex Libris, das ich mangels Nachdenkens über die Tatsache, was mit Schrift in Linol geschieht, wenn man sie nicht spiegelverkehrt einritzt, nicht so richtig gut gebrauchen kann, schweige ich jetzt mal stille), zum Beispiel diese Winzigkleinigkeit namens Talent, im Einmischen immerhin bin ich aber anerkannt gut.



Also, den L. untergehakt und hin ins Käthe Kollwitz Museum - das
schönste der Kölner Museen, wie ich zu behaupten nicht müde werde; allein die Räumlichkeiten und die ständige Kollwitz-Ausstellung lohnen den Besuch. Nun gibt es zusätzlich diese Sonderausstellung, "Künstler mischen sich ein". Es geht um Plakatkunst, also um Plakate, die seit nach dem ersten Weltkrieg von Künstlern erstellt wurden, um eine dezidierte Aussage zu treffen - entgegen der üblichen Verwendung von Plakaten, um Propaganda zu betreiben - eben nur, um eine Haltung zu äußern, fernab von Verkaufsdrang oder Kalkül jedweder Art. Dabei tritt gelegentlich die eigentliche Aussage hinter der künstlerischen Gestaltung zurück; ein Künstlerplakat bleibt ein Künstlerplakat und wird nicht bereits durch sein Plakattum schlicht und eindeutig, jedenfalls nicht zwangsläufig.
Soweit begreifen wir das schnell, ist ja auch nicht so schwierig.



Die sonntäglich stattfindende Führung verweigern wir, wir wollen uns lieber mit unserer eigenen Geschwindigkeit bewegen. Wir finden überwiegend bekannte Künstler vor, Pechstein mit einer Lithographie für die Satirezeitung "An die Laterne", meinen Liebling Grosz mit einem ungewohnt radikalen Aufruf zur Gewaltanwendung, Haring mit seinen hinlänglich bekannten, rundlichen gefüllten Strichmännchen zum Thema Aids und Rassismus, Warhol mit selten direkter politischer Stellungnahme für die Grünen. Beuys, der ja bekannt ist für seine eigenmächtigen Entscheidungen als Kunstprofessor, fehlt ebenso wenig wie Hundertwasser und der mir zugegebenermaßen bis dahin unbekannte (warum eigentlich?) Klaus Staeck, dessen ironische Seitenhiebe gegen die konservative Politik, wenn auch Jahrzehnte alt, noch immer aktuell sind.



Der Feminismus wird von Feministinnen aufs Korn genommen bis zelebriert, die Plakate der Guerilla Girls sind mir da allerdings sympathischer als die ausgebreiteten, verbittert wirkenden Thesen einer anderen Künstlerin, deren Name mir sofort wieder entfällt.



Mich freut die Bandbreite der Themen und Künstler, mich freut, einiges kennenzulernen, was mir bislang fremd war, einiges wiederzuentdecken, was ich bereits kannte aber vergessen hatte. Und mich freut, dass ich von einigen der Künstler erfahren darf, dass sie es ebenfalls für sinnvoll erachten sich einzumischen, auch und vielleicht gerade im Kleinen.



Künstler mischen sich ein
Engagierte Plakatkunst von Picasso bis heute.

14. März bis 22. Mai 2008
Käthe Kollwitz Museum, Köln
[Devotionalienschrein]
 
 
Zitier dir_06/08
"Ich muss mal was Gesundes essen - du kannst ja was vom Imbiss nehmen und ich mach mir ne Pizza warm."
[zitier dir]
 
 
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