| letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog | |
![]() |
|
|
... neuere Stories
17
Dezember
Finally we are no one.
Dann bin ich also zurück - heimgekehrt, wenn man so sagen will, nach knapp zweieinhalb Jahren der Abwesenheit, wie mir ein Blick auf den letzten Eintrag verrät. Kam mir gar nicht so lang vor.
Andererseits, es ist viel passiert in dieser Zeit, mir und mit mir, auch anderen natürlich, und so mag es als normal gelten, dass man denkt "Ach, ich hab doch aber gerade eben noch...". Überhaupt, das Denken an gerade eben. Zum Beispiel wenn man an Freunde in Abwesenheit denkt, die gerade eben noch da waren und jetzt für immer fort sind. Daran erkennt man dann die Dimensionen des gerade eben, denn manchmal ist gerade eben eben wirklich gerade eben, und manchmal vergehen, schwupps, besagte zweieinhalb Jahre, bis zum nächsten Gedanken daran. Wo war ich in diesen zweieinhalb Jahren? Fort, soviel ist sicher. Ich bin viel gereist, ich habe viele Menschen getroffen, ein paar (wieder-)gefunden, ein paar andere verloren, davon einen, dessen Stellenwert nahezu unbeschreiblich hoch ist, auf eine Art und Weise, die ich niemandem wünsche, niemals. Bezogen auf das Blogleben habe ich anderswo weiterexistiert, und der eine oder andere hat mich auch dorthin begleitet, wofür ich dankbar war und bin. Schließlich machen die Freunde das, was sich Leben nennt, lebenswert - ob nun im Netz oder in diesem anderswo, das sich gern Realität nennen lässt und für das ich momentan wenig mehr als ein halbherziges Grinsen übrig habe. Warum ich hierher zurückkehre? Ich bin mir selbst nicht sicher; möglicherweise, weil dies mein tatsächliches Heim im Netz ist und immer war. Möglicherweise auch, weil ich noch immer oder schon wieder müde bin. Möglicherweise ist die Motivation aber auch egal, solange ich mich nur irgendwann entscheiden kann, irgendwo zu bleiben. Nun denn.
08
Juli
Fragmentarisches der letzten Woche
I need to wash myself again
to hide all the dirt and pain I'd be scared that there's nothing underneath and who are my real friends have they all got the bends am I really sinking, this slow Radiohead - The Bends Moneybrother. Wer hatte nochmal gesagt, die seien so toll? Wenn ich Musik von Bruce Springsteen hören will, höre ich den und nicht Moneybrother. Auf mindestens drei der Lieder, die ich höre, bevor ich aufgebe, kann man wunderbar passend Baby, we were born to run schmachten. Ja, born to run. Ist ja der eine oder andere. Überhaupt Rheinkultur, 145000 Menschen, mir erheblich zu viele. Logische Konsequenz: nächstes Jahr wegbleiben. Ich mag es übrigens auch nicht ganz so gern, wenn jemand sturzbetrunken auf mich drauf fällt, sich seitlich abrollt (keinerlei sexuelle Handlungen, nur zur Klarstellung), um dann so sitzen zu bleiben, als ob er mir gleich in den Schoß kotzen wollte. So gar nicht. Mein Soliticket kann ich eintauschen gegen ein Goodybag. Eine wirklich tolle Mix-CD, eine ältere Galore, die ich immerhin noch nicht habe, ein Los, ein Schlüsselband, an dem für frühere Umtauscher noch eine Karte hing, die sie als guten Menschen ausweist. Mein Los ist eine Niete, die Karte ist aus, als ich ankomme, um zu tauschen. Passt ja. Niete und kein guter Mensch. Warum auch nicht? Manchmal würde ich gern meinen Anrufbeantworter umprogrammieren: "Ja, ich bin verstorben. Kürzlich, nach kurzem und nahezu perfektem Leiden. Leider habe ich es vorher nicht mehr geschafft, dich, dich und dich zurückzurufen. Das tut mir sehr leid, aber vielleicht vergebt ihr mir ja. Ich tu´s auch." Viele Grüße auch an Frau Sonne, die ja leider nicht mehr bloggt, aber immer wieder mal vorbeischaut. Vielen Dank dafür. Ich vermisse Sie auch (aber das tun ja alle.) Ich mag es nicht, wenn Menschen, mit denen ich zu tun habe, mir suggerieren wollen, das, was sie tun, sei zu meinem Besten, wenn es in Wirklichkeit zu ihrem eigenen Besten ist. Was für mich gut ist, weiß ich selbst. Und am Ende dieses Gebetes (wer hätte gedacht, dass ich noch einmal ein Gebet zitieren würde) heißt es Und es war Frieden. Frieden? Was ist das, woher kommt der? Ach ja, hatte ich erwähnt, dass ich müde bin? Die große Geste fehlt an dieser Stelle, ohnehin bin ich kein Freund großer Worte und eben großer Gesten, das können andere besser. Meine verehrte Leserschaft, die mir auf unserem bereits lang währenden, gemeinsamen Weg durch dieses Medium nichts als pure Freunde, immer auch geistreich-emotionalen Diskurs ermöglichte, weiß, was ich zu vermitteln suche. Was wäre diese kleine Gedankenansammlung ohne Sie, die ihr Leben einhauchen, die es füllen mit Widerspruch und auch Zuspruch? Wohl ein Nichts, wie seine Schreiberin, vergessen, bald schon. Jaja, blabla. Ihr wisst, dass ich euch schätze. Dieses Blog zerstört sich übrigens selbst, schon gemerkt? Es passt sich seiner Schreiberin an, könnte ich kokettieren. So ich denn wollte. So oder so: Man sieht sich immer zweimal, heißt es. Ich bin mir nicht sicher, worin genau der Trost liegen soll. Mit dem einen oder anderen habe ich bereits die zweite Begegnung hinter mir, und was soll ich sagen, Freunde der Nacht, die war auch nicht zwingend eine reine Freude. Sollte jemand also die wirklich große Hoffnung in diesen Punkt gesetzt haben: Sorry für die Desillusionierung. Ist aber heute alles im Preis mit drin. Haha. Die Katze hat sich soeben übergeben, dankenswerterweise nicht auf den Teppich. Ich beabsichtige, mich in einen Zustand zu katapultieren, in dem ich es ihr nachtun kann ohne mir weitere Gedanken darüber zu machen. Prost. Ich bin müde.
... ältere Stories
|