letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog


26
Oktober
Abteilung Seelenstriptease, minderpeinlich
Warum die Beziehung nicht gehalten hat, darüber denke ich manchmal nach, wenn ich ihn treffe, wie gestern.
Der Gedanke hat seine Berechtigung, denn immerhin verbrachten wir eine nicht unbeträchtliche Anzahl an durchaus prägenden Jahren miteinander, ich richtete mich bereits gedanklich in einer kinderreichen Zukunft mit Eigenheim und natürlich diesem Mann ein, nicht unbedingt höchst tirilierend, aber doch zufrieden mit dem Gang, den die Dinge nehmen sollten.
Bis der Mensch in mein Leben trat, den ich dieser Tage als meinen besten Freund bezeichne, den ich damals nur entfernt kannte und schnell extrem nah auf eine nicht sexuelle Art kennenlernte, dem ich gute Tipps für seine damalige Situation zukommen ließ, die ich in meiner eigenen besser auch anwenden sollte, wie mir auffiel.
Mir fiel ebenfalls auf, dass ich meine Gedanken an dem Punkt, an dem sie kritisches Terrain erreichten, bereits seit längerer Zeit abwürgte, ihnen den Durchgang verweigerte, um Schlimmes abzuwenden. So lebte ich vor mich hin, dann und wann von Ekel vor mir selbst und der Anwandlung, der Sache doch noch auf den Grund zu gehen, heimgesucht.
Meinen später besten Freund kennen zu lernen, war wie ein Befreiungsschlag für mich - ich dachte die Gedanken ja nicht für mich, sondern für ihn, somit waren ihnen keine Grenzen gesetzt, ich konnte nach Herzenslust graben, wühlen, suchen.
Was ich fand, bewirkte Übelkeit - wie Fahrgeschäftsübelkeit, ich fuhr gedanklich und gefühlsmäßig Achterbahn, immer wieder. Ohne Pause.
Er hatte mich als Person geprägt, mich immer wieder aufgerichtet, wenn meine Familie es geschafft hatte, mich in ein depressives, kleines, ungeliebtes Wesen zu verwandeln, er hatte mir Werte vermittelt, die ich vorher nicht kannte und mich zu einer - seiner - Familie gebracht, die mir das an Familie gab, was ich brauchte, in Vertretung meiner eigenen.
Kurzum, er hatte dafür gesorgt, dass ich nicht spätestens im Alter von 19,20 Jahren in irgendeiner Nervenheilanstalt landete, sondern im großen und ganzen nicht unbeschadet, aber zumindest aufrecht durchs Leben ging.
Was er aber auch bewirkte, war das Gefühl meiner Unterlegenheit ihm gegenüber; selbst starker, zumindest streitsamer und starrköpfiger Charakter, musste ich mich oftmals seinen Argumentationen beugen; er konnte glauben machen, dass rot grün sei und umgekehrt.
Dies sehe ich nicht als seinen Fehler an; wäre das nicht eine seiner hervorstechenden Fähigkeiten gewesen, hätte er mir nie vermitteln können, dass ich die Gute war und nicht meine Familie.
Der Fehler lag bei mir, denn nach einer Weile fügte ich mich, diskutierte nicht mehr. Wer konnte schon wissen, wie lange er es aushielte, ständig meinen Seelsorger darzustellen, wenn ich auch noch renitent auf meinem Recht beharrte? Ich vermied Konflikte, machte mich kleiner als ich war. Kam schlussendlich doch wieder zu der Meinung, ich sei nicht liebenswert, für niemanden. Außer ihn. Hasste mich dafür, hasste ihn dafür. Konnte aber nicht darüber reden, aus Angst, ihn dann zu verlieren, denn das wollte ich nicht. Ich sah mich ohne ihn als nicht (über-)lebensfähig an.

Dass es anders sein könnte, ahnte ich bereits in den Tagen, als ich anfing, darüber zu grübeln. Dass es anders ist, weiß ich jetzt.
Die Trennung war damals logische, unangenehme und schmerzhafte Schlussfolgerung meiner frei gewordenen Gedanken - sie schmerzt mitunter noch immer, wenn auch aus eher nostalgischen Gründen.
Wenn ich ihn allerdings, wie gestern, treffe, in einer Runde, die aus uns beiden und den jeweiligen dauerhaften Nachfolgern besteht, wir alle freundschaftlich und ausgesprochen interessiert miteinander umgehen, glaube ich, das Richtige getan zu haben. Und das ist ein gutes Gefühl.

kommentieren

 
Selbstverantwortung meint auch, sich zu antworten auf wichtige Fragen.

Waschzettel
 
Sicherlich.
Wobei ich meine Frage(n) als beantwortet ansehe - siehst du das anders?
 
Ja sicher
als gelebte Antwort(en) sogar. :-)
 
Den Waschzettel
hab ich jetzt erst gesehen, Asche über mein Haupt.
Üblicherweise bin ich nicht so versöhnlich zu mir selbst wie dort angeraten, aber einen Versuch kann es schonmal wert sein. :)
 
Und wie man lesen kann, hast Du das doch auch alles gut verarbeitet... Fein.

Aber ist doch immer wieder interessant, wie Männer einen beeinflussen können... selbst wenn sie es mehr oder weniger nur gut meinen *selbstnurzuuugutweiß*
 
Es freut mich....
....dass du "das Richtige" getan hast und ein gutes Gefühl hast!!! Dass ich ein bisschen neidisch bin, muss ich hier nicht extra erwähnen, oder?
 
Nicht wirklich.
Um jetzt noch einmal quer zum anderen Beitrag da drüben in Lu-Land zu schreiben: eine 13-Schritt-Anleitung kann ich dir nicht bieten.
Mich beeinflusst Musik ungemein; in dieser Phase waren es zwei Zeilen aus "One headlight" von den Wallflowers:
"Come on try a little
Nothing is forever
There's got to be something better than
In the middle"

Allerdings wäre es zu simpel zu behaupten, die Wiederholung und Verinnerlichung eindringlicher Textpassagen würde eine Entscheidungsfindung herbeizwingen.
 
Nothing is forever
Ja, daran denke ich auch gerade. Deshalb sollte die Entscheidung auch nicht sooooo schwer sein, denn egal wie sie ausfällt, nothing is forever. Aber nach einigen Fehlentscheidungen wird es endlich mal Zeit, das Richtige zu tun.
 
Was das Richtige ist, müsstest du dir spätestens dann beantworten können, wenn du derlei Dinge wie Dankbarkeit, Hängen an der netten Familie und die schöne Gewöhnung daran, nicht allein für dich selbst veranwortlich zu sein, mal ausklammerst und dann weiter überlegst.
Meine wichtige Zeile war eher die über das Mittelmaß: ich will mehr als das. In jeder Beziehung, auch meiner eigenen Gefühlswelt. Punkt.
 
Uff
das hört sich nach Schwerstarbeit an.

Nette Familie gibt es nicht
Dankbarkeit? Ich neige nicht zu Dankbarkeit
Alleine sein kann ich ganz gut, wenn ich innerlich stabil bin, wenn nicht, dann kann ich weder gut allein sein noch zu zweit

Mittelmaß, Mittelspaß, Mittelhaß

Ich bin wirklich nicht besonders entscheidungsfreudig, oder?
 
Hmm.
Weitermachen evtl. per pm? Meine funktioniert.
 
pm?
Meinst du email? Meine funktioniert auch.
 
Sie haben Post. Klatsch!
 
Sie auch
Klatsch!

Schade, dass Sie den leckeren Briefträger nicht inklusive haben....
 
Han isch net. Auf hochdeutsch: keine Post in der Box.
 
Ach du Scheisse
und wer liest an deiner Stelle jetzt den ganzen Salat??
 
weiß nicht.
Ich schick dir nochmal eine - vielleicht hatte ich selbst meine Adresse nicht richtig getippt. Beim Einloggen passiert mir das auch öfter, zu dicke Finger halt.
Momang.
 
Habe dir
über die Mailadresse deines Blogs geschrieben. Vielleicht hast du da eine ganz andere als du in deiner Mail angegeben hast?? Kann das sein??
 
Nee.
Grad noch kontrolliert.
Alles wird gut. Deine Mail zwängt sich wohl durchs Netz, statt durchzuflutschen ;)
 
Angekommen
oder nicht????
Hmmm, ich wüsste schon ganz gerne, WER das liest....ich bekenne mich ja gerne zu einer leichten Paranoia, aber irgendwie ist mir das doch unangenehm....so ein wenig ;-)
 
Paranoia hin oder her,
ich hab mir ne Testmail an diese Adresse geschickt, die ist auch noch nicht eingetrudelt. Also, paranoisiere vorerst mal wieder an einer anderen Baustelle, diese hier wird geschlossen. Vorübergehend ;)
 
Nene
so einfach ist das auch wieder nicht. Ich lasse mich gleich neben lunally eingraben ;-))

Hmm, guck doch mal in deinen Einstellungen, was du da für eine Mailaddy angegeben hast. Wenn die nicht stimmt, dann wird meine Mail wohl bei Dirk gelandet sein. Ohoh, was soll ich dazu jetzt nur sagen??
 
Schnubbelchen,
ich hab da doch schon nachgeguckt (siehe oben, 21.56h).
Falls der Dirk die hat, sagen wir einfach, wir wollten mal, dass er richtig rote Ohren kriegt ;o)
Außerdem ist meine, die ich übers Bloglet abgeschickt hab, auch noch nicht da.
Also, ruhig, Brauner.
 
Ich glaube
wir sollten sagen, dass wir wollten, dass ICH mal rote Ohren kriege......... ;-))
 
An mir liegt es nicht
ich habe mir gerade selber eine Mail über das Bloglet geschickt und die kam ratzfatz an.........allerdings ist die Mail an Gunnar auch irgedwo verschollen.....seltsam, doch seltsam...
 
Pah! An mir liegts auch nicht
denn ich bin toll ;)
Wir sollten doch mal Dirk fragen, ob nur Leute, die ihn verlinkt haben, Mails empfangen können ;)
 
*pruuuust*
Schön, dass du vor Selbstbewusstsein geradezu strotzt!!!

Ach ne, ich glaube nicht, dass Dirk da einen Unterschied macht.....*gg*
 
Zumindest kann ich ja mal so tun als ob, oder? ;)
Schnüff.
wechselnd anwesend seit 8256 Tagen
status
You're not logged in ... login
tour de force
find!
 
The good, the bad & the ugly
Blindschleicher coderwelsh/synchron./ il giardino Kopffüssler le bufflon Luzilla mad Pappnase signalements Teilzeitgigant das vert 37

Musique (Automatique):
Auf ein neues Coast is clear Popnutten Totally Fuzzy txt.