letzte Kommentare / Ach, ach. All diese... monolog / .... und nach all... kopfherz / Oh, danke. Da freu... monolog / Öh, nö.... monolog / ... auch nach all... kopfherz / Sind Sie in Hamburg... arboretum / Super, ne? Ich hab... monolog / Ach, in der Luft... kid37 / Erledigt :) Da... monolog


08
November
Scheißangst. Und dann?
Ich bin Knochenmarkspender.
Und vor ein paar Tagen bereute ich es fast, einer zu sein.
Ich war in den kleinen Kreis eventuell passender Spender geraten, musste für einen weiteren Bluttest zum Arzt, um benötigte Übereinstimmungen mit dem zu Bespendenden festzustellen.
Seitdem wartete ich gespannt und ängstlich auf die nächste Information der DMKS, ob, und wenn, wann und wie es weitergehen sollte.

Nicht, dass ich mich mit dem Thema nicht vor der Registrierung ausführlich auseinandergesetzt hätte und es mich nicht sowas wie glücklich machen würde, jemandem durch diese Spende das Leben zu retten, aber, um ehrlich zu sein, ich hatte eine Scheißangst vor dieser dann notwendigen Operation, vor der Narkose, den zu erwartenden Schmerzen (die so besonders groß eigentlich auch wieder nicht sein sollen. Und trotzdem).
Ich hasse Operationen, ich Memme sterbe schon beim Zahnarzt tausend Tode, bevor er diese Zange überhaupt in die Hand genommen hat, und kalter Angstschweiß steht mir im Gesicht.
Klar, man kann die Entscheidung, spenden zu wollen, immer rückgängig machen, auch dann noch, wenn eine die Spende ermöglichende Übereinstimmung festgestellt wird, aber dafür bin ich nicht Egoist genug.

Mit dem Eintreffen eines Briefes, dass leider die erneute Blutuntersuchung die benötigte Übereinstimmung nicht ergeben habe, dachte ich "Leider?! Gottseidank!" um mich gleich darauf richtig zu schämen.

Beim nächsten Mal bin ich wohl besser vorbereitet. Hoffe ich. Sowas will ich nicht nochmal erleben.

kommentieren

 
Trost?
Sterbe auch 1000 Tode, sobald ich auf dem Zahnarztstuhl sitze. Wurde noch nie operiert, daher hätt ich sicher auch Angst.
Aber das alles ist eben nichts gegen das, was man damit tun kann. Ein anderes Leben retten!
Trotzdem brauchst Du Dich wegen Deiner Angst und den entsprechenden Gedankengeängen nicht zu schämen. Immerhin ist es ein kleines Risiko und die Angst ist uns angeboren. Wäre es anders gekommen (= Du hättest gepasst), dann würdest Du Dich damit auseinandersetzen und es tun. Da bin ich ganz sicher!!!
 
Die Angst ist berechtigt.
Du gefährdest schliesslich Dein Leben und es ist noch nicht einmal gesagt, dass dem anderen mit Deiner Spende das Leben gerettet wird. Ich halte das für eine sehr gesunde Empfindung, und auch weil mir der Medizinbetrieb ohnehin suspekt ist, würde ich bestenfalls für mir sehr nahestehende Personen so ein Risiko auf mich nehmen. Wenn etwas schiefgeht, bist Du diejenige die im Regen steht und in irgendeinem Heim vor sich hin vegetiert. Ne, ne, für mich wird hier mit der Gutmütigkeit und Hilfbereitschaft der Leute Russisch Roulette gespielt.

Frag' einfach mal jemand, dem fahrlässig oder mit Pech die Gesundheit ruiniert wurde und da ich jemanden kenne, lasse ich sauber die Finger von solchen Spielchen, die ja letzten Endes ein riesiges Geschäft sind, allerdings in keinem Fall für die Spender.
 
Mein Knochenmark würde ich keinem zumuten wollen. ;-)

Nein, im Ernst: Blutspenden finde ich allemal risikoloser als sowas. Es gibt viele Möglichkeiten, anderen zu helfen, wenn man dies möchte. Daher erlaube ich mir allemal einen guten Schuß an gesundem Egoismus, der mich vermutlich nie zu einem Knochenmarkspender machen würde.
 
Vielleicht
ist es auch gesunder Egoismus, der mich zur Registrierung bewogen hat. Bei Knochenmark geht es nicht darum, jemand Nahestehendem nach eigenem Willen Mark zu spenden, denn die Übereinstimmungen einzelner Menschen sind in den allermeisten Fällen nicht so groß, dass man es sich aussuchen könnte, von wem man gern was davon hätte.
Ich für mich würde mir wünschen, falls ich mal an Leukämie erkranken sollte, gäbe es jemanden mit meinen Werten, der registriert und bereit ist, mir zu helfen.
Der Wunsch, denke ich, ist nachvollziehbar; die Konsequenz für mich: ich mach da mit.
Die Risiken sind verhältnismäßig gering; abgesehen vom üblichen Vollnarkoserisiko, wird dieser Tage das Mark meist aus den Hüftknochen entnommen. Die Organisation als solche scheint mir solide.
Blut spenden kann ich nicht, weil ich dann immer gern in Ohnmacht falle (niedriger Blutdruck).
Bleibt also Knochenmarkspende oder Elefantenscheiße im Zoo schieben, wenn man seine Gutartigkeit beweisen will. Ich weiß, was ich nehme ;o)
 
Ein Arzt,
also einer der es eigentlich wissen sollte, hat mir mal gesagt, jeder Eingriff und sei er noch so harmlos ist ein Risiko. Ich nehme dann die Elefantenscheisse im Zoo. ;-)
 
Ja klar ist jeder Eingriff ein Risiko.
Und was ist mit dem Risiko, vom Elefanten plattgetrampelt zu werden? Und dem allgemeinen Lebensrisiko? ;)
 
Elefanten sind kluge Tiere,
denen kann man sich ruhig anvertrauen; im übrigen, wer hatte denn Angst vor dem Eingriff? ;-)
 
Na, keiner. Ich wollte nur mal mit meinen menschlichen Qualitäten angeben ;o)
 
Danke für die ausführliche Antwort. :-)

Im Grunde genommen ist es wie gehabt: jeder trifft für sich Entscheidungen und die anderen haben was zu kamellen. ;-)
 
Ich verstehe die Aufregung nicht!
Es gibt doch heute die periphere Stammzellentnahme. Dabei wird über 5 Tage hinweg ein hormonähnlicher Stoff gespritzt (z.B. beim Hausarzt), um die Stammzellen ins zirkulierende Blut auszuschwemmen. Die Entnahme kann ambulant erfolgen, es werden an beiden Armen venöse Zugänge gelegt, das Blut fließt von einem Arm durch einen sogenannten Zellseparator, der die Stammzellen vom restlichen Blut trennt, und über den zweiten Arm zurück in den Körper. Das ist nicht anders als Blutspenden und kein bisher schmerzhaft oder gefährlich. Und wenn man damit ein Leben kann, so ein Witz.
Wobei ich sagen muss: Ich bin auch kein Freund von Spritzen, Ärzten und insbesondere Zahnärzten ;)

greetz,
plan-b
 
Ja doch.
Kann man ja auch alles schön nachlesen. Hatte ich allerdings noch nicht, als die Sache af mich zurollte.
Wie das so ist mit den Entscheidungen, einmal getroffen, schon schiebt man sie gedanklich weit von sich - könnte ja unangenehm werden, die Beschäftigung damit. ;)
Und, wie gesagt, Blut abzapfen trifft mich kreislauflich recht hart, zumal mein Blut nicht gezapft werden möchte. Erinnere mich lebhaft daran, einen Tag mit fünf verpflasterten Fingern verbracht zu haben, weil die Azubine des Arztes es nicht schaffte, den benötigten Tropfen Blut nach dem ersten, der wohl aus mir nicht ersichtlichen Gründen nicht genutzt werden kann, aus irgendeinem der Finger zu quetschen. Als sie entnervt aufgab, kam dann Schwester Rabiata, die schaffte das ;)
Letzten Endes rede ich jetzt aber auch nur um den heißen Brei rum und begründe meine subjektive, irrelevante Angst vor einem kleinen Eingriff.
wechselnd anwesend seit 8256 Tagen
status
You're not logged in ... login
tour de force
find!
 
The good, the bad & the ugly
Blindschleicher coderwelsh/synchron./ il giardino Kopffüssler le bufflon Luzilla mad Pappnase signalements Teilzeitgigant das vert 37

Musique (Automatique):
Auf ein neues Coast is clear Popnutten Totally Fuzzy txt.