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29
Dezember
Prä- und Postweihnachtliches
Kuttner, den sollte man sich eigentlich zum Pflichttermin machen. Vielleicht schaffe ich es im nächsten Jahr regelmäßiger dorthin. Ich mag seinen Scharfsinn, gemischt mit dem großartigen Berliner Dialekt, die aufgesetzte Übellaunigkeit und das, was nach kräftigem Durchmischen das hervorgesprudelte Ergebnis ist.

Der Doktor beglückwünscht mich zu allen Blutwerten und ich frage leise zweifelnd, wenn die doch so super seien, warum ich noch immer so stark abgeschlagen sei. Nach seiner Antwort finde ich ihn nur noch halb so toll wie die ganze Zeit vorher, denn er vermittelt mir in der gewohnt ruppigen Art, ich müsse meinen Hintern zum Sport zwingen, und zwar regelmäßig; und das Argument, dafür nun wirklich keine Zeit zu haben, ließe er nicht gelten. Seufzend schleiche ich zurück nach Hause, nachdem es als nicht ausreichend angesehen wird, alle Treppen, die meinen Weg kreuzen, zu Fuß zu bzwingen, und rolle mich neben dem kbB, der angesichts der Frühe meines Termins selig weitergeschlummert hat, im Bett zusammen. Schlafen ist auch wichtig.

Meine Mitmenschen beschämen mich; es trudeln Karten, Päckchen und Briefe zuhauf ein - nach einem Jahr, in dem ich nach Eigenempfindung nichts bis wenig zu geben in der Lage war. Es wird dauern, zu sortieren und Antworten zu formulieren. Gefreut habe ich mich über alles; nur einen einzigen Brief habe ich auch jetzt noch nicht geöffnet - weil ich weiß, seinen Inhalt werde ich kaum ertragen können. Soviel Trauer, soviel mächtiger und präsenter als meine eigene. Dafür brauche ich einen extraguten Tag.

Der Blick des kbB, wenn ich tanze und er mir gegenüber nicht-tanzt - fixierend und festhaltend, sodass ich meinen eigenen nicht lösen kann, kein Stück. Und, Klangstabil! Danke für diesen Auftritt, danke für die Intensität, und das Wiederbringen des Glaubens daran, dass Livemusik so viel mehr sein kann als das gelangweilte Runterspielen von Liedern. Ebenfalls danke dafür, alle Anwesenden vom ganz schlimmen Italo Pop verschont zu haben.

Mein erstes Boeuf Bourguignon, ich würde es nicht gerade als durchschlagenden Erfolg bezeichnen, aber passabel ist es wohl geworden. Den Abend schön gemacht haben eh die Gäste. Und der Rotwein.

Wie der Freund so passend sagt:" Man erkennt, dass man alt wird, wenn man sich am zweiten Weihnachtstag mit Pärchenfreunden zum Spaziergang um den Tegeler See verabredet." Drauf geschissen, es ist kalt und klar und gut.

Heute ist ihr Geburtstag, und ohne dass er noch im Kalender stehen würde, ich ihre Telefonnummer noch wüsste oder ihr gar meine neue Adresse mitgeteilt hätte, muss ich an sie denken.
Sie anzurufen, dafür ist der Schatten dann allerdings zu groß. Zu viel ist passiert, der Kränkungen wurden es dann irgendwann doch zu viele - bewusst oder unbewusst, das spielt keine Rolle mehr. Glück, das wünsche ich ihr. Für mehr reicht es nicht mehr.

Zu guter letzt: Waffeln im Kauf dich glücklich. Essen Sie Waffeln im Kauf dich glücklich!

Soeben die Kamera beim Suchen nach ihr, um diesen Beitrag mit einem Foto zu verschönern, auf den Boden geworfen. Jetzt Objektivstörung. Ich muss nun sehr laut fluchen gehen.
[Leben. All das.]

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Die Wahrnehmungsstörungen
des Objektives sind bestimmt nur von kurzer Dauer und wenn nicht, dann wenigstens reparabel - würde ich mal annehmen wollen.
 
Du meinst, so vorübergehend wie die der Kamerabesitzerin? ;)
Nach "vorübergehend" klingt das, was beim Einschalten passiert, nicht gerade. Und in Zeiten, in denen der Blick in eine Kamera, um festzustellen, was ihr denn nun fehlen mag, bereits 50 Tacken kostet, macht es fast keinen Sinn, eine drei Jahre alte Digiknipse, wenn auch mit Drehobjektiv und liebgewonnen, irgendwo einzuschicken.
Mal sehen, was ich mache.
 
Welches Objektiv war es denn überhaupt?

[Ja, genauso wie die Besitzerin ...! ;)]
 
Leider die gesamte Kamera, nicht nur das Objektiv: Nikon S 10.
Immerhin war es nicht die Spiegelreflex, die gefallen ist
(Abteilung: Positiv denken).
 
Schöner Rundumschlag der letzten Tage. Ist so ein bisschen wie Wadenwickel: alltagstauglich, praktisch, gut und doch mit einer Prise Gänsehautschauder vermischt.

Kuttner ist Kult, aber Tegeler See geht gar nicht, du Spießerin! ;-)
 
Spießig bin ich schon immer gewesen. Endlich merkste das auch ;)
wechselnd anwesend seit 8141 Tagen
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