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30
Juni
Alive & Kicking


Und also sagte der große Mottek zum kleinen Mottek "Gute Nacht, kleiner Mottek, schlaf gut, denn morgen wird ein anstrengender Tag werden, für uns beide."
Der kleine Mottek erwiderte "So sei es", drehte sich in eine bequeme Position und schlummerte friedlich ein. Auch das Schleifband schnarchte bereits friedlich vor sich hin; es wusste, seine Arbeit war getan, es durfte am nächsten Tag zu den anderen Schleifbändern in den großen Container umziehen, in dem es eine interessante Reise antreten und mehr von der Welt sehen würde.

Die Handschuhs wiederum schliefen nicht besonders gut; zum Einen waren sie zum Trocknen den Motteks übergestülpt worden und froren in der kühlen Nachtluft, zum Anderen störte sie das friedliche Schnarchen der Mottekfamilie doch sehr in ihrer Nachtruhe. Auch Gedanken über die Aufgaben des nächsten Tages beschäftigten sie noch lange, denn im Gegensatz zu den Motteks waren die Handschuhs doch eher gedanken- und sorgenvolle Werkzeuge, die bereits einmal versagt und ihrer Trägerin ein vielfarbig schillerndes Handgelenk eingebracht hatten. Zwar hatten alle beteiligten und auch unbeteiligten Werkzeuge - selbst die, die die ganze Sache nur vom Hörensagen kannten und selbst nicht Augenzeuge waren - ihnen mehrfach versichert, es sei nicht ihre Schuld sondern die Unfähigkeit der Trägerin, mit einem Kuhfuß umzugehen, zudem deren sorgloser Umgang mit sich selbst, aber sie waren große Zweifler und suchten die Schuld gern bei sich selbst, um sich anschließend erst gegenseitig, dann im Kollektiv des Versagens zu bezichtigen.

Der kleine Mottek hatte zudem seine liebe Not gehabt, sich vor den ungestümen Annäherungsversuchen des Meißels zu schützen; ständig rückte er ihm dicht auf die Pelle, was ihm alles andere als Recht war; schließlich sah er sich selbst als gewichtigen Entscheidungsträger und nicht den schlanken und ihm irgendwie viel zu filigranen Meißel. Beide hatten die Streitigkeit aber nach einen kurzen Handgemenge beigelegt und beschlossen, es am nächsten Tag einfach mal miteinander zu versuchen, denn es gab ja immer was zu tun. Dem friedlichen Beieinanderliegen stand nun nichts mehr im Wege.

Alle miteinander waren sie froh, dass der Rest losgekratzten Bitumens, dem noch ein Dollarpreisschild anhaftete, woanders liegen musste; mit arroganten Stinkern, da waren sie sich einig, wollten sie nichts zu tun haben.
Es war also viel los in der kleinen Werkzeugsiedlung vorm Kachelofen.

Man macht sich keine rechte Vorstellung, was in so Werkzeugsiedlungen vor sich geht, solange man nicht genau hinhört. Tut man das erst einmal, stellt man fest, alles ganz normal - nicht anders als bei den Menschen auch.
[Look at me, I m Roy.]

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Ich erzittere vor Ehrfurcht ob Ihrer handwerklichen Fähigkeiten - wenn ich eine bewohnbare Wohnung wil, muss ich was Saniertes nehmen...
Is ja der Hammer, echtjetz.
 
Öhm. Meine handwerklichen Fähigkeiten sind eher begrenzt - ich trau mich zwar an alles ran (zur Not, und wenn man mir genügend lang gut zuredet), kann aber wirklich längst nicht alles. Was ich kann ist malern, kaputtmachen, tapezieren und auf Anleitung auch irgendwie das meiste andere, mehr schlecht als recht manchmal.
Ohne Freunde, die da mitmischen und vieles können, wäre ich in dieser Wohnung vollkommen aufgeschmissen.
 
Das kann ich auch alles!
Ich hoffe, alles klappt und das Ergebnis gefällt Ihnen. Meißeln Sie auch gleich ein paar Quadratmeter Bleu von der Wand, wenn Sie schon dabei sind? Oder sind die schon kreativ integriert?
 
Weder, noch. Die Küche funktioniert erst einmal, abgesehen davon, dass der Vorwohner um seine Einbauküche herum gefliest hat, wie uns beim Rausschmeißen eines sehr hässlichen Buffetteils auffiel.
Mal sehen, was ich damit anfange. Jedenfalls sagt die Geldkuh, ich solle mich erstmal um das kümmern, was dringend notwendig ist, und den Rest mit Ruhe und Überblick angehen :)
Danke, ich hoffe auch (sieht aber alles schon gut aus!).
 
Schön, dass da noch jemand den Ausdruck "Mottek" kennt. Den kennt nicht jeder, den Ausdruck (den Mottek selbst schon, auch wenn viele dabei meinen, es wäre ein Hammer).
 
Ich bin ein Ruhrgebietskind, da kennt man den Begriff zwangsläufig.

Im Grunde genommen ist ein Mottek ja auch ein Hammer, eben nur ein paar Nummern größer als die üblichen :)
 
Just gelernt, wie man´s richtig schreibt: Młotek

Pah.
 
Wer will fleißige Handwerker sehen
der muss zu uns Bloggern gehn... *sing*

Wunderbar, klingt nach Blasen an den Händen und einem schmerzenden Rücken. Aber auch nach gutem Gewissen und einer ordentlichen Portion Tatkraft.
 
+ dicken füssen + abgebrochenen nägeln + steh-staub-frisuren.
+ lichten räumen + duftenem holz + schönen farbwandlungen.
 
Stimmt, nach all dem klingt es.
Dem Fahrer habe ich gestern das Grün gezeigt, das in meinen Haaren festsaß. Er meinte, es sei ganz ok. Aber er wollte auch seine Doitschland-Flagge wieder ans Auto klemmen, hatte sich nur in Neukölln nicht getraut.
Man weiß nicht genau, wie man sein Urteil nun werten soll - vielleicht aus "ganz ok" aus einem solchen Munde das größte Lob, das man sich vorstellen kann ;)
 
"Man macht sich keine Vorstellungen"? Von wegen, da müssen Sie bloß mal an einer Packung Popnieten lauschen. Olala, sag ich Ihnen.
 
Da geht bestimmt die Po(p)st ab.
 
Ist das nett :-)
Ich bin selbst ja auch erst umgezogen und da noch ein paar kleinere Arbeiten zu verrichten sind, ist fast das ganze Werkzeug noch hier oben statt im Keller. Heut Nacht werd' ich sie belauschen, hi, hi...
 
Aber nicht das Schlafen drüber vergessen ;)
 
jesses!
*'bewunder*

für den linken klopfer hätt ich - wg. betonköppen - verwendung ...
 
Der linke ist nicht meiner, über eine Leihbae könnten Sie aber mit Frl. Sternchen sicherlich verhandeln. Der rechte ist aber weitaus handlicher, wenn ich das kurz anmerken darf. Links war selbst mir, die ich ja doch einige Kilo mehr als Sie Floh einbringe, zu schwer.
 
süße kleine geschichte. ;)
 
Ich sag´s ja: Was da so los ist, man mag es kaum glauben ;)
wechselnd anwesend seit 8146 Tagen
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