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01
Mai
Stupid as wood.
Gestern die erste Kündigung verschickt, Wohnung. Einschreiben. Mich beim Gang zum Postamt ein wenig vor mir selbst gefürchtet - da kann man planen und sich vorstellen und sich ganz sicher sein, man macht, klar macht man. Wenn man dann aber endlich wirklich macht, ist das gleich was ganz anderes. Fühlte sich aber gut an, dann den Brief dort beim Postmann zu lassen. Richtig.
Richtig glauben wollen Kollegen und Vorgesetzte, abgesehen von denen, die bereits seit Monaten wissen, was ich vorhabe, aber noch immer nicht; dort gilt, Miss Mono habe spinnerte Pläne, die sie sich schon selbst wieder austreiben wird, spätestens dann, wenn das mit der Versetzung nicht klappt. Aber so war es immer, man hört mir nicht zu; wenn ich sage "ich werde studieren" hören sie "ich möchte studieren"; wenn ich sage "es ist wichtig" hören sie "ist ja eigentlich auch egal". Mein Chef schlug mir neulich vor, den Urlaub, den ich jetzt nicht nehmen möchte, ins neue Jahr zu übertragen. Manchmal weiß ich nicht, was ich dazu sagen, was ich davon halten soll. Und manchmal denke ich dann, eigentlich ist es konsequent, schließlich werde ich dort auch in anderen Belangen nicht ernst genommen, das wird niemand so recht, es ist nichts Persönliches. Persönlich nehme ich allerdings, dass in der letzten Woche gleich zwei Paar meiner Lieblingsschuhe auseinanderfielen, die Katzenschuhe und die Sneaker. Zwar kaufe ich selbstauferlegt nur noch Schuhe, wenn dafür ein altes Paar in den Müll wandert, mit einer derartigen Aufgabe sah ich mich allerdings lange nicht konfrontiert: Nicht nur ggf. zwei Paar Schuhe zu ersetzen, sondern quasi auch noch solche, die das Zeug zum Lieblingsschuh haben. Gar nicht so einfach, wie ich beim Streifzug durch die örtlich ansässigen Schuhgeschäfte feststellte. Also ab zu Camper, mit denen ich seit Jahren liebäugle, allerdings immer aus (welchenauchimmer)Gründen verweigere, Geld dorthin zu tragen. Um die Investition in Auch anstrengend war der gestrige Abend, nicht wegen des Besuchs oder der kurzen Vorlaufzeit nach Arbeiten, Einkaufen, Kochen vor Ankunft desselben, sondern wegen des Besuchs einer Party. Zwar war ich bereits vorgewarnt, zum Tanz in den Mai würde sich Gott und die Welt aufmachen, so richtig ernst nahm ich diese Warnung dann aber doch nicht, und so zogen wir beschwingt los, zu dieser Party in einem Club, der eigentlich groß genug sein müsste, um dichtes Gedränge und Geschiebe zu verhindern. Denkste. Drei Stunden nach Betreten der Halle war mein Aggressionspotential dermaßen hoch, dass ich zum Klang meines Kills-Lieblingsliedes die entsprechende Textzeile gern realisieren und mal ein paar der richtigen Leuten richtig Aus Friedensliebegründen beschlossen wir dann aber doch, ohne größere Aufruhr zu gehen. Draußen eine Schlange bis zur Straße, die uns überzeugte, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Positives des Abends: diese Band. Erfrischend anders. Gut, wild, schön. Mit Glockenspiel und Bassgitarre. Ha! Nachts daheim die letzten Biere zu Zitronenkeksen verzehrt, ein paar tiefgründig-trunkene Gespräche geführt und in einen tiefen Schlaf gefallen, aus dem ich heute derart erholt aufwachte, dass ich nun nach ausgiebigem Frühstück und Verabschiedung des Besuchs mit der frisch erstandenen superstarken Taschenlampe frohen Mutes den Gang in den feuchten Keller ohne elektrisches Licht im zweiten Untergeschoss wagen werde - erst aufräumen, dann, wo ich schon mal dort bin, auch ein bisschen lachen. Wünschen Sie mir Glück, und sollte ich spätestens übermorgen hier nicht wieder erscheinen, haben die Kellermonster mich erlegt. Für diesen Fall: War schön, Sie kennengelernt zu haben.
entweder ignorieren sie dich weil sie dumm sind (normalität)
oder auch weil sie dich nicht verlieren wollen (rarität, könnte ich mir bei dir aber gut vorstellen). mir wurde gerade die tage von einer uns bekannten dame vorgeschwärmt, wie diese katzenschuhe dir gut ständen: du hast mein tiefstes mitgefühl. Kokoseinlegesohle, duftet die auch danach?
Ich war gestern auch auf zwei hammerschlechten Parties und wir hätten sicherlich im Agressorfaktor konkurrieren können. Ich habe es überlebt. Bier sei Dank. Sie sind ja ein ganz harter, sich gleich zwei schlechte Parties anzutun.
Ich hab noch nicht dran geschnüffelt, aber offensichtlich ist da nix. Mitjenomm han isch Kautschuk. Also, zuerst schon Kokos, dann aber gewechselt. @ lac: Schmeichel mir nur. Und ja, dort schmeichelt man mir auch, es sei ja schade, ggf. eine der Besten zu verlieren. Das ist ja das Tragische, ich hasse den Job, kann ihn aber gut. Das muss sich alles ändern. Danke fürs Mitgefühl. Diese Schuhe kaufte ich zusammen mit N., ich häng an ihnen, kann mich an jede Minute in diesem Laden erinnern. Wir waren auf dem Weg zu einem Interview, das er machen wollte. Wir witzelten über den Gesichtsausdruck meiner Mutter, wenn sie die Schuhe sähe, und, ach. Egal. Oh, ich hingegen liebe meinen Job und kann ihn schlecht. Ach nein, ich hasse meinen Job und kann ihn schlecht. Immer komme ich durcheinander.
Die Schuhe hingegen, die waren toll von wo man auch schaute. So. Die Katzendingse? Ja. R.I.P. cattos. Äh.
@ job: Glaub ich nicht, also nicht, dass du ihn hasst. Das andere . @ lac: Vielleicht stelle ich den heilen zum Devotionalienschrein, da kann ihn abends dann die Kerze anleuchten ;)
Die schönen Katzenschuhe? Oh je. Zu fest geschnurrt? Campers verhalten sich erstaunlich robust, ich war zuerst skeptisch und habe mittlerweile
Können und Wollen. Manchmal hängt es doch recht dicht aneinander.
Meine Campers müssen auch robust sein und lange halten, sie ersetzen schließlich zwei Paar Gigantenschuhe. Nicht zu fest gezurrt, der vordere Rand löst sich ab. Nicht flickbar, da Kunstleder. Ich hab sie aber auch geschlörrt wie nichts Gutes, die dürfen in den Ruhestand.
Hey, dann können wir ja zusammen Shushoppen gehn; meine roten, DIE roten, fallen mir nämlich demnext vom Füsschen und dann hab ich nur noch ein Paar...
Mir gehen jetzt so schnell keine Schuhe mehr kaputt, hab ich doch soeben beschlossen. Aber natürlich begleite ich dich gern beratend. Du solltest nur meine Veto-Vehemenz bei gar nicht gehenden Farben nicht unterschätzen. Kaufichweilbillich gilt nicht.
Tatsächlich? Da sei Gott vor.
Obwohl, und das gebe ich ungern zu, ich ganz früher mal eine mintfarbene Breitcordhose besaß, und farblich passende Oberteile auch. Sünde der Jugend, möchte ich behaupten. Ich hatte ja schon von meiner Krawatte geschwärmt. Dazu trug ich damals immer weisse Lederslipper a la Don Johnson.
Vergangene Stilverbrechen kann man auch durchaus mal in der Vergangenheit belassen. Finde ich.
Sie schreiben so schön! Auch inhaltlich.
Tun Sie mir also bitteschön den Gefallen und gehen Sie nicht verloren. Hat gerade eben so geklappt. Als was nach mir schnappte, riss ich schnell einen Karton an mich und floh die Treppe hoch. Allerdings muss ich wohl oder übel demnächst nochmal runter. Vielleicht schläft es dann wieder.
(Danke, das ehrt mich).
mephistobs
(link
)
Kellermonster essen keine Frauen, die Bier mit Zitronenkekse verzehrt haben (habe ich mal gehört).
Hm. Vielleicht war der Verzehr schon zu lange her, denn ehrlich gesagt hatte ich auch auf genau diesen Effekt gesetzt, ansonsten würde ich sowas natürlich nicht in Betracht ziehen ;)
Die Katzenschuhe! Oh oh oh. Da will man gleich losmaunzen.
Ich glaube, diese tanz- und ausgehverrückten Blogger färben langsam aufeinander ab... Das ist echt nicht mehr feierlich. ich tanze (fast) nur im sitzen, im geiste
und ausgehen? (fast) nie! sobald sich das ändert - wird es gefeiert. Ausgehen, soweit es an Orte führt die auch üppig mit Menschen gefüllt sind vermeide ich ja gern. Daher halten meine Schuhe auch länger. Versteht sich.
@ kinky: Tanz- und ausgehwütige Blogger? Wo denn?
Ich bin ja nun wirklich ruhig geworden, das Alter fordert seinen Tribut. Wat? Früher war ich ständig auf jück, und inner Woche auch noch.
Früher ist auch noch gar nicht so lang her, mir kam wohl was ermüdendes dazwischen. |