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29
Dezember
Wenn Google übereifrig ist


[Manchmal macht es eben doch Spaß, in die Referrer zu schauen]
[tüdelkram]
 
 
Devil Dance
Heute Nacht tanzte ich, als wäre der Teufel hinter mir her.
Im gewissen Sinne war er das auch, bei der letzten, der wirklich allerletzten Dienstagsparty im Wohnzimmer, der Lieblingsdisco, ich kann nicht sagen "dem Tempel meiner Jugend" - denn das war eine andere Örtlichkeit, die schon längst ausgebrannt ist und die damit ganz weit oben auf der Liste meiner unwiderbringlichen Heiligkeiten rangiert - aber eben ein Ort, wo man hingehen und Freunde treffen und sich wohl fühlen und trinken und tanzen konnte.
Der Teufel war also hinter mir her und da ich ihn heute nicht mit Wodka-Kirsch betäuben konnte, musste ich schnell sein.
Er versuchte mich mit vielen meiner Lieblingslieder einzuholen.

One step, two steps, getting closer
I´m the figurehead on the ship of fools
Caught in the trap of your lies
The swamp is a dangerous place to be
It´s not safe to hope for the best without preparing for the worst
Keep the herecy alive another hour, another day another
time.
Tilt!

Und noch viel mehr davon. Aber die Texte griffen nach mir und verfehlten mich, kratzten nur an und fielen dann zurück.
Heute besiegte ich den Teufel, denn ich war schneller als er, ich tanzte besser und mehr und war außerdem weit übler gelaunt als er. Vielleicht hatte er ein wenig Angst vor meiner Laune.
Ein Katzenklo kaufte ich auch. Ein Eckklo, um genau zu sein. N. sagt, das sei praktisch, dann träte ich nicht sofort beim Verlassen der Dusche auf die verstreute Katzenstreu, sondern erst beim nächsten Schritt. Toll. Mein Leben hat mehr Sinn mit einem Eckklo für Katzen. Zumindest beschloss ich das heute. Noch drei Tage.
[nach innen]
 
 
27
Dezember
Vier Tage
Ihr Gesicht ist voller Falten, sie werden ständig tiefer, zerklüften es. Aber wenn sie lacht, dann hat sie strahlende, glatte kleine Wangen in all den Falten. Und man weiß, wie sie jung aussah.

"Aber wir hatten doch gesagt, keine Geschenke!" Das ist auch kein Geschenk, es ist ja nicht eingepackt. Das ist eine Gratifikation, weil du so brav warst in diesem Jahr. Soso.

Ein seltsamer Tag, so schön. Und so zerrissen. Die Frage nach warum und wieso, nach richtig und falsch, nach angemessen und unangemessen verwirbelt, verschwindet in sich selbst. Wichtig ist das Sein, in diesem Moment. Zukunft, Vernunft? Wen interessiert schon Zukunft oder Vernunft an einem guten Tag?

Bei der Geburtstagsfeier des seit Jahren weit entfernt wohnenden und jedes Jahr an seinem Geburtstag in die alte Heimat zurückkehrenden Freundes treffe ich ihn seit langem wieder - wir kommunizieren seit Monaten ausschließlich über den gegenseitigen Anrufbeantworter.
Er arbeitet seit dem Sommer bei einem neuen Arbeitgeber weit weniger für weit mehr Geld. Seitdem er überhaupt wieder Freizeit hat (früher kamen seine kurzen Wasserstands-Mails oft abends um zehn noch aus dem Büro), fällt ihm auf, wie leer sein Leben ist. Und wie oberflächlich es geworden ist. Auch verschwendete Lebenszeit ist ein Thema. Und die Liebe, nach der wir suchen. Als ich eine neue CD einlege und ein bestimmtes Lied abspiele, sagt er, es wäre schön, mal wieder dieses Lied zu hören. Und schaut ungläubig, als es in diesem Moment anläuft. Wir sinnieren darüber, gemeinsam nach Leipzig zu gehen. Wir brauchen beide nicht viel, ein wenig soziales Umfeld, eine Stadt in der man sich wohlfühlen kann. Eines vor allem: einen Bezug, einen Freund.

Ich beginne, mich über die Arroganz der Jugend zu ärgern, als er sagt, für so einen Job sei er sich zu schade. Dann denke ich daran, dass ich auch mal so jung und arrogant war und genauso dachte wie er. An meiner Aussage, er solle sich besser daran gewöhnen, dass ihn jeder Job auf Dauer ankotzen und langweilen werde, verschreckt mich am meisten meine eigene Resignation.

Die spontane Rose hat ihren Platz gefunden.
Ich bemerke, was er tut. Auch das, was er nicht tut.

Sie kichert und sagt Und dann habe ich Mist gebaut, ich habe ihn geküsst, mitten auf den Mund. Und habe ihm gesagt, ich habe alle Zeit der Welt. Wenn ich genau drüber nachdenke, habe ich noch viel mehr Blödsinn geredet an dem Abend. Aber ich bin entschuldigt, ich war angehübscht von zu viel Sekt. Stell dir das mal vor, ich! Und wir lachen zusammen und ich erzähle ihr von meinem Traum, und davon, wie laut ich lachen musste als ich aufwachte. Den Bauch musste ich mir halten vor lauter Lachen, hohohohahahahihi - nicht weil er so lustig gewesen wäre, eher weil er so unwahrscheinlich war. Als der Traum dann anfing, sich tatsächlich abzuspielen, war ich kurzfristig sprachlos und völlig unkommunikativ, stell dir das mal vor: ich, sprachlos! An der entscheidenden Stelle nahm die Realität aber doch eine andere Abzweigung als der Traum. Da konnte ich dann auch wieder reden.
Auch darüber lachen wir laut (Ob uns nach Lachen zumute ist, ist ja eine andere Sache).

Vorwiegendes Gefühl über diese vier schwierigen Tage: Wärme. Willkommen sein.
[nach innen]
 
 
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