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... neuere Stories
03
November
›Kinski Spricht Werke Der Weltliteratur‹
![]() Anlässlich des Erscheinens der 20(!)-CD-Box hier ein kleiner Auszug aus seiner Autobiographie. In Hamburg bespreche ich fünf Schallplatten, während Biggi sich endlich einmal ausschläft. Dann kaufe ich Babywäsche, ein Paar Schühchen aus hellblauem Glace-Leder mit weißen Spitzen und rolle einen riesenhaften Bären auf Rädern vor Biggis Bett, auf dem unser Baby reiten soll. Am gleichen Abend fliegen wir nach Berlin, Biggis Wehen haben begonnen. Ich bringe Biggi in die Klinik. Sie gebärt noch in derselben Nacht. Es ist ein Mädchen. Ich nenne es Nastassja. Nastassja ist die junge Frau im ›Idiot‹ von Dostojewskij, die Prinz Myschkin bis zum Wahnsinn liebt. »Gesucht wird Jesus Christus. Beruf, Arbeiter. Wohnort, unbekannt. Er hat keine Religion. Er gehört keiner Partei an. Auf öffentlichen Versammlungen wird er nicht gesehen. Der Gesuchte ist angeklagt wegen Diebstahl, Verführung Minderjähriger, Gotteslästerung, Schändung von Kirchen, Beleidigung von Obrigkeiten, Missachtung der Gesetze, Umgang mit Huren und Kriminellen ...« Da pöbelt jemand aus dem Zuschauerraum. Ich kann den Kerl nicht sehen. Ich bin von starken Scheinwerfern geblendet, die alle auf mich gerichtet sind. Der zwanzigtausend Menschen fassende Zuschauerraum der Deutschlandhalle in Berlin ist eine pechschwarze Wand. Warum unterbricht mich dieser Idiot? Ich bin furchtbar aufgepeitscht. Ich habe die letzten Nächte keinen Schlaf bekommen und bin seit über siebzig Stunden auf den Beinen. Endlose TV- und Radiointerviews, Zeitungen. Außerdem habe ich nichts gegessen und seit gestern früh mindestens achtzig Zigaretten geraucht. Und jetzt stehe ich auf diesem hohen Gerüst, als stünde ich auf einem Schafott. »Komm her, wenn du was zu sagen hast«, rufe ich in die Finsternis, »sonst bleib auf deinem Hintern sitzen und halt den Mund!« Zuschauer kommen hinter die Bühne gestürzt und umarmen und küssen mich. Menschen, denen ich in Tausenden von Vorstellungen mein aus dem Leibe gerissenes Herz hingehalten habe. Minhoi hängt an meinem Hals und weint. Sie hat Angst um mich, sie hat noch nie eine Veranstaltung von mir erlebt. Der ganze Text des Intro-Artikels hier. Letztens noch eine Reportage über die Dreharbeiten zu Fitzcarraldo gesehen, bei denen die mitfilmenden Indios Werner Herzog anboten, Klaus Kinski für ihn zu töten... Reizen würde mich diese Box ja, aber 150 Tacken sind ne Menge Geld.
La Linea ist wieder da.
Aus der Reihe: Miss monolog braucht keinen Alkohol, um dummes Zeug zu reden
"Hallo, schön dass ihr da wart", zu Gästen, die gerade erst ankommen und denen sie die Geschenke bereits abgenommen hat. Etwas später:
"Da steht eine herrenlose Damenhandtasche. Wem is die?" Das war noch ganz am Anfang des Abends. Über den Rest hülle ich den Mantel des Schweigens. Vielleicht holt mich demnächst das gnädige Vergessen ein. Aber schön wars.
01
November
Ich sitze am Straßenrand. Der Fahrer wechselt das Rad. Ich bin nicht gern, wo ich herkomme. Ich bin nicht gern, wo ich hinfahre. Warum sehe ich den Radwechsel mit Ungeduld?
Bert Brecht
Partyvorbereitungen
Soeben 5 kg Fleisch in Knoblauch, Öl und Gewürzen eingelegt, vorher für viele Euro viele Getränke gekauft, Bude übers Wochenende voll - schöne Aussichten.
Und meine Pfoten riechen wie eine Rentnerrunde, die sich gerade ihre gesund haltende Menge an Knoblauchsaft einverleibt hat. Ach, Putzen steht auch noch an. Da war doch was, was ich bislang verdrängt hatte...
To someone Who Insisted I Look Up Someone
I rang them up while touring Timbuctoo,
Those bosom chums to whom you´re known as "who?" X. J. Kennedy
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