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21
Februar
Haushalten.
Der Haushalt liegt brach, schon seit Wochen; aus durchaus unterschiedlichen Gründen. Fürs Wochenende der Vorsatz: Großputz, Kochen. Mal wieder etwas essen, was mit Lust und Freude zubereitet anstatt nur irgendwie hingebrutzelt ist.
In den letzten Tagen dem Hang zur Gigantomanie erlegen: einen deckenhohen Mutzenkratzbaum gebaut, der sogar bemutzt wird. Also, wenn man Leckereien auf den Ebenen verteilt. Dass irgendeines der jetzt mitwohnenden Mutzen an den Stämmen hochklettern würde, hat eh niemand ernsthaft erwartet. Aber wir kriegen ja bald Familienzuwachs, der gerüchteweise wild und verspielt ist. Der wird schon vormachen, wie es geht. Mein gequält grinsend vorgebrachtes "Ich hab Rippe" sorgt nur noch für Amüsement, auch bei mir selbst. Interessant in dem Zusammenhang nur, wie schnell der Mensch sich an Schmerzen gewöhnt. Ächzte ich anfangs noch beim nächtlichen Drehen im Bett, wenn der Schmerz mich weckte, kann mich jetzt nichts mehr schocken. Die Überweisung zum Orthopäden hängt an der Pinnwand, und da hängt sie gut. Die Mutter meint, Zerrungen dauern lange; um das zu wissen, brauche man keinen Orthopäden. Da ich meine, was von allein kommt, geht auch wieder von allein, stimme ich ihr insgeheim zu. Die Mutter meint auch, ich könne alles, was ich wolle. Diesen Satz schreibt sie in einen kleinen, anrührenden Glückwunschbrief. Ich denke, so ist es - aber der Preis dessen. Bin ich bereit, ihn auch weiterhin zu zahlen? Die Antwort ist - unklar. Wir werden sehen. Sätze wie "Wir ziehen das heute mal ganz schnell durch, weil das Wartezimmer schon jetzt so voll ist" und "Über das, worüber Sie sprechen, spreche ich aber gerade nicht" will ich von einem Arzt nicht hören. Insbesondere dann nicht, wenn sein ausliegendes Leitbild davon kündet, man nehme den Patienten mit seinen Sorgen und Anliegen ernst und stelle ihn in den Mittelpunkt der Bemühungen. Hey, ich wollte über Krankheiten reden, nicht über Literatur. Da kann man ein wenig thematisches Entgegenkommen ja doch schonmal erwarten. Denke ich. Bei der Arbeit vorsichtig positive Tendenzen, die meinen Verbleib im Unternehmen über den 30.06. hinaus ankündigen. Ende des Monats weiß ich mehr. Und wie sich auch Haltungen wandeln können - war ich Anfang des letzten Jahres noch davon überzeugt, nichts lieber zu tun, als diesem Unternehmen den Rücken zuzukehren, bewirkt ein Standort- und Prioritätenwechsel, dass ich mich gleich viel wohler fühle. An diesem Wochenende lasse ich jemanden im Stich, den ich eigentlich viel lieber unterstützen würde. Leider geben das die eigenen Angelegenheien nicht her, sodass ich mich mit schlechtem Gewissen um sie kümmere. Haushalten. Mein Kräftekonto befindet sich bereits im Minus, das Ende des Dispos rückt langsam näher. Ich geh dann mal zur Stichsäge zurück; meditatives Sägen hat wohl noch niemandem ernsthaft geschadet.
oh. eine zerrung.... ich ahne woher die kommt.
und fühl mich dementsprechend. doch ich finde etwas gutes an dem jemandinstichlassenundalleinbißchenstichsägen: das nenn ich mit den kräften haushalten. so zugfahrten latent krank unternommen schmettern manches mal um. siehe mich. Ach, es war doch nur dein Koffer ;)
Die Suppe köchelt bereits, durch die Wohnung weht ein Hauch *hüstel* von Knoblauch, Ingwer und Huhn.
"meditatives sägen"... sagt man mir nach, wenn ich was getrunken habe...
aber nein, geschadet hat es mir nie - vielleicht aber anderen;-) Oha, Nachtschlaf ist ja eine heilige Sache.
Obwohl, wenn Sie nur nach dem Trunk sägen gehts ja noch. Ich habe da schon ganz andere Exemplare erlebt.
fluechtig
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Sehr schön, dass du auch mal haushaltest. Weil, wenn du das nicht tust, kannst du dich nämlich auch nicht irgendwann wieder einmal verschwenden. Du weisst schon, was ich meine.
Pass auf dich auf, okay?! Es fällt aber schwer, dieses Haushalten - mein Wesen ist Verschwendung, weißte doch ;)
fluechtig
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)
Jepp, weiss ich. Aber auch dich erwischt es mal und dann heisst es, kleine Semmeln und ganz ohne Marmelade obendrauf. :)))
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