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19
November
Fragmental
Ich selbst halte mich für überwiegend umgänglich. Andere sehen das anders; insbesondere die, die ich selbst nicht für besonders umgänglich halte. Möglicherweise existiert ein Zusammenhang.

Der Mann am Computerarbeitsplatz neben mir hat einen dermaßen abartigen Mundgeruch, dass mir, obwohl er streng nach vorn atmet und ich keinesfalls auf seinem Schoß sitze, ziemlich schlecht wird. Gleich werde ich ihn bitten müssen zu gehen. Die Alternative wäre, ihm auf die Jacke zu kotzen; das muss er eigentlich einsehen.

Es gibt endlich ein neues ampyre-Lied: Miezkaserne 3000. Hören!

In der onkologischen Praxis werde ich Zeugin eines Aderlasses; eine sehr alte, sehr kranke Dame wird um einiges an Blut erleichert und sackt währenddessen in eine Ohnmacht. Der Arzt kommt eilig hinzu, man bringt sie zurück zu Bewusstsein und er befragt sie ausführlich zu früheren Ereignissen dieser Art. Als er erfährt, dass sie zwei bis dreimal pro Woche Ohnmachtsanfälle erleidet, allein lebt und nur Pflegestufe eins hat, streicht er ihr ganz sacht über die faltige, fleckige Wange und bittet sie, nachher noch einmal bei ihm im Zimmer hereinzuschauen. Diese Geste. Ich merke, wie mir die Rührungstränen in die Augen schießen (Elende Heulerei).

Eine CD mit norwegischen Trinkliedern geschenkt bekommen.
Mit dem kbB ausgemacht, dass wir uns am Wochenende gemeinsam betrinken und norwegisch gröhlen werden. Das wird ein Spaß. Überhaupt: zwei (Einhandzahlen!).

Kleines Scheitern halboffiziell und mir selbst gegenüber eingestanden; eine brauchbare Alternative gesucht und wohl auch gefunden. Selbstbezichtigung: Minimal. Ich scheine gelernt zu haben.

Die Mutter, wieder einmal besorgt, schlägt vor, sich an diesem Tag, den ich fürchte wie keinen anderen, frei zu nehmen und nach Berlin zu kommen. Früher war ihr selbst der Weg nach Köln zu weit, jetzt sind es mehrere 100 Kilometer mehr als damals.
Sie ist die letzte, die ich an diesem Tag bei mir haben will, aber ihr Angebot rührt mich an. Wir haben uns verändert, sie und ich, und unser Verhältnis zueinander auch.

Jetzt: Literaturrecherche zum Hausarbeitsthema, das ich mir selbst ausgesucht habe; vielleicht ein wenig hoch gegriffen. Aber es interessiert mich, und der Mensch wächst ja gerüchteweise mit seinen Aufgaben.

(Der Mann neben mir ist gegangen).
[Leben. All das.]

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Sie machen das. Ich verlaß mich auf Sie.
 
Wenn Sie das schon tun, dann wird´s wohl klappen. Immerhin, das Thema wurde heute bereits abgenickt. Man freut sich.
 
Fällt mir ausgesprochen schwer vorzustellen, wie man Sie nicht für umgänglich halten kann. Das können keine besonders umgänglichen Menschen sein.
 
Öhm. Nun ja, Sie kennen, glaube ich, realiter auch nur meine extrem umgänglichen Seiten (die natürlich in der Überzahl sind!).
Da gibt es gerüchteweise auch noch ein paar kleine, andere, deren Vorhandensein ich allerdings konsequent leugne ;)
Alles in allem aber, siehe oben.
 
elende gänsehautkriegerei; beim lesen.
 
Willste ein bisschen mitheulen, vielleicht?
 
hab schon.
 
Wat?! `rum?
 
hmpfrnopostpffff.
 
Axo. Ach, Schnuffi, die kommt. Bald. Mühlen bei den Ämtern mahlen langsam. Sogar Mühlen bei nicht-Ämtern mahlen langsam.
 
so langsam?
najut,ooke.
feines we!!
 
Bestätige offiziell Zusammenhang aus Absatz 1 - entsprechende langjährig an diversen Testpersonen von mir vorgenommene Reihenmessungen lassen diesen Schluss zu.
Is' aber nix Schlimmes.
 
Sie stellen Ihr Verhalten also ganz in den Dienst der Wissenschaft. Sehr löblich :)
 
Ist der Mann neben dir gegangen, weil er die Miezkaserne hören wie befohlen hören oder dir nicht mehr beim bloggen zuschauen wollte? Dass er die Pflegestufe zwei beantragen wollte, schliesse ich jedenfalls aus.

Gruß nach Berlin, wäre da auch gerne mal wieder für zwei oder drei Tage...
 
Keine Ahnung, warum er gegangen ist. Mir war es jedenfalls mehr als recht, die Hechelatmung einstellen zu können.

Na komm doch. Dein Kaffee steht noch aus.
 
Das habe ich auch nicht vergessen :-)
 
Sehr löblich:)
 
Hmm. Umgänglich wäre jetzt auch nicht das erste Wort das mir zu dir eingefallen wäre, aber sprachlich habe ich´s ja generell nicht so...

Und, pssst, das mit dem wachsen an den Aufgaben ist ein Gerücht.
 
Wie jetzt, nicht?! Andererseits, möglicherweise wäre da der Punkt mit dem Zusammenhang ;)

Schnauze, Baby! ;)
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