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23
September
The Eyes of Beautiful Losers.
Am Wochenende habe ich dem Bräutigam amüsiert dabei zugehört, wie er seine Rede damit begann, sich verzweifelt selbst gefragt zu haben, was er denn nun zu diesem Anlass eigentlich sagen solle, bis ihm eingefallen sei, er müsse eigentlich überhaupt nichts sagen, weil, es sei ja nicht seine Idee gewesen zu heiraten. Noch mehr amüsierte mich der entsetzte Blick der vorübergehend die Fassung verlierenden Braut, den er genüßlich ein paar Sekundenbruchteile lang aussaß, bis er fortfuhr, er werde jetzt aber trotzdem was sagen.
Ich habe mich auch auf meinem Stuhl auf die Tanzfläche schieben und dort abladen lassen, denn freiwillig hätte ich nicht getanzt; später dann habe ich mit dem Bräutigam zur schredderigen Musik seines Sohnes pogen müssen, weil alle so betreten herumstanden und er nicht wollte, dass ein Auftritt seines schüchternen Sohnes so vergeht. Dabei habe ich neben einem Schuh auch Teile meiner Leibwäsche verloren, nicht gänzlich, aber sie hatten mit reichlich schiefem Sitz zu kämpfen, als man mich entließ um andere Gäste an Krawatten oder sonstigen Körper- oder Kleidungsteilen zum Mitmachen zu nötigen. Den sehr unkonventionellen Hochzeitstanz mit Gitarrensolo des Bräutigams, während dessen er vor der Braut auf die Knie sank, habe ich in Gedanken mit üblicher Ironie als "Was ne pathetische Scheiße!" abgehakt, um dann beim Zuschauen der Fortsetzung, und wie die zwei so inniglich Nase an Stirn an Mund miteinander tanzten und sich den Text des Liedes teilten, doch ein paar kleine Tränen der Rührung zu verlieren. Es tröstete mich, dabei nicht allein zu sein, vorsichtige Blicke nach rechts und links bestätigten das. Alte Freunde habe ich auch wiedergetroffen - solche, zu denen ich den Kontakt verloren hatte, aus Gründen, die rein gar nicht an ihnen sondern ausschließlich an mir selbst hingen; sie nahmen mich auf als wäre nichts gewesen, ein paar flapsige Kommentare darüber, Sache gegessen. Auch so muss es gehen können, gelegentlich. In schönen Augen habe ich mich verloren, und einen Teil von mir, den ich verloren glaubte, der scheinbar aber trotzdem noch irgendwo bei mir rumhing, auf Reisen geschickt. Er schickte Nachricht, so schnell solle ich ihn besser nicht zurückerwarten. Mir ist das Recht. Sehr. Solange er mir nur ab und an erzählt, wie es ihm so geht, da, wo er steckt.
Aus den Augen, nicht aus dem Sinn. Die schönere Variante ;-) Hochzeiten sind toll, ich gehe da gerne hin.
Achnaja. Mein Amüsement hielt sich in Grenzen; wäre ich ohne Freunde dort gewesen, das Ganze wäre eine eher lästige Angelegenheit geworden.
Ich hab bislang noch keine Hochzeit erlebt, die ich selbst würde auch nur annähernd ähnlich ausrichten wollen. Das steht aber weder an noch ist es in irgendeiner Weise aussagekräftig über die Veranstaltung ansich. Und ja, diese Variante ist mir auch deutlich lieber :)
kopffuessler
(link
)
Ich war zuletzt vor 20 Jahren auf einer. Mit Hut und Krawatte. War, ähm, interessant. :)
Wir schaffen's ohne dass einer heiraten muss auf ein Wiedersehn, versprochen? Du mit Hut und Krawatte? Ich wette, du hast der versammelten Menge den Kopf verdreht :)
Ja, unbedingt. Bald. Die letzten drei Hochzeiten waren alle toll. Vielleicht, weil da auch sehr viele junge Leute waren, ordentliche Musik, tolle Bräute, keine Eklats. Leider hat niemand mit dem Brautstrauß auf mich gezielt - ich wäre ja sofort dabei.
Sie können sich damit trösten, dass der doch sowieso nur immer auf die anwesenden Frauen geworfen wird.
(Ich geh ja immer in Deckung, wenn ich nicht schon direkt verweigere).
oh, auf der party war ich auch vor einiger zeit. das war nett
leider habe ich danach alles verloren. aber darum ging es dort ja zum glück nicht. Alles verloren, oder nur die Erinnerung daran? Man muss ja immer mal aus Präzisionszwecken (und fürs ggf. anstehende Mitgefühl) nachhaken.
Oh. So viel verloren. Mein Mitgefühl.
(Ich bin mir nicht sicher, hoffe aber, die Reaktion war jetzt richtig) Wenn ich mehr tun kann, lassen Sie es mich wissen. Für meinen zukünftigen Minister lass ich auch schonmal ne Fassbrause springen.
joho! und ne buddel voll rum!
zu gütig von ihnen, küss die hand! ich sehe goldene zeiten für die beherrschung der erde auf Was braucht die Welt mehr als eine gütige Herrscherin? Genau!
Rum mit Fassbrause, muss ich mal probieren. Darüber kann man geteilter Meinung sein, meine Selbstbeherrschung war, insgesamt gesehen, schonmal besser.
Manchmal reicht das Wissen um den Anderen. Dass er/sie es gut hat und schon fühlt man sich wohl. Hoffe Ihnen geht es gut;-)
Mir geht es bestens, danke der Nachfrage. Mein Wohnzimmer hat seit heute endlich einen sowas wie kreativ neu verputzten Durchbruch, und soeben habe ich den Versuch, neben einem entfernten Atmen am Telefon einzuschlafen, erfolglos abgebrochen. Jetzt habe ich einen formschönen Abdruck (man nennt es "Designtelefon") am Ohr und bin hellwach.
Und selbst so? :) |