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16
August
The past is a grotesque animal.


Endlich die Katze in dieser Wohnung besucht, in der sie zusammen mit ungefähr 50 anderen Katzen darauf wartet, in ein neues Zuhause geholt zu werden - rot-schwarz getigert, aber kein Tripod Cat. Ich will ein Tripod Cat, aber dieser rot-schwarze Tiger... Ich bin verliebt. Er ist eine Sie, eine richtige Zicke. Der Kater würde sie lieben hassen es lieben, sich mit ihr zu prügeln. Sie passt perfekt zu mir, wegen der Farben, nicht wegen der Zickigkeit, und der Name wäre perfekt für sie. Andererseits, ich weiß nicht. Sowieso wieder einmal meine vorherrschende Haltung, dieses ich weiß nicht, gern in Kombination mit einem vorangestellten ach.

Gestern mit den Freunden aus dem Süden erst da gegessen, wo Herr Lehmann gedreht wurde, dann genügend Cocktails in mich hineingesaugt, um den angekündigten Fragen nicht nur Stand halten sondern auch antworten zu können. Betretenes Schweigen bei der Zusammenfassung meiner letzten neun Monate, dann eine Aussage, ausgerechnet von ihm, die so sehr meiner eigenen Haltung entspricht, wenn ich nicht gerade selbst betroffen bin, dass ich weiß, warum dieser Mann einer meiner ältesten, wenn auch nicht nahesten Freunde ist. Wir sehen uns manchmal Monate nicht, trotzdem gibt es keine peinlichen Pausen, wenn wir uns dann wiedertreffen; wir kennen uns dafür zu gut, ich kenne auch die dunklen Punkte seiner Vergangenheit, irgendwann einmal bei einem unserer Kochabende kamen wir auf das Thema, so wie wir auf jedes erdenkliche Thema irgendwann einmal kamen. Und ich denke an diesen wunderbar albern-ausgelassenen Geburtstagsabend am mallorquinischen Strand, als er schwimmen ging, Ende Oktober, und der Reihe nach versuchte, uns alle ebenfalls ins Wasser zu zerren. Zum Abschied legte er mir seine kühle Hand in den Nacken, wir sehen uns. Ja, wir sehen uns, wenn nicht noch in den nächsten Tagen hier in der großen Stadt, dann im September, bei ihrer Hochzeit. Ich freu mich für sie, sie gehören zusammen seit ich sie kenne, lockere 16 Jahre. Und früher sah er aus wie Brett Anderson.

Das Renovieren schreitet voran, dank tatkräftiger Hilfe und meinem Entschluss, zum angekündigten Besuchstermin der Lieblingskollegin die Wohnung soweit hergerichtet zu haben, ihr ein Sofa zum Schlafen im Wohnzimmer anbieten zu können. Auch auf den dann folgenden Besuch freue ich mich, wie wild - auch, wenn der vermutlich nicht auf meinem Sofa schlafen wird, sondern auf einem anderen, befreundeten.
Mitte September - ein Ziel, dann wieder ein Monat geschafft. Der Mensch braucht Ziele.

Im Club Begegnungen der seltsamen Art. Ich sollte dringend daran arbeiten, meinen ersten Eindruck haltbarer zu gestalten. Anders gesagt, ich sollte daran arbeiten, überhaupt mal einen ersten Eindruck zu hinterlassen. Aber gute Musik. Den DJ, den kenn ich. Die Freundin schaut andauernd hin. Ja, ich weiß. Nein, der hat eine wirklich nette Freundin. Nein, keine von vornherein zum Scheitern verurteilten Geschichten mehr, nichtmals einen Gedanken daran.
Ich denke an die andere weinende Freundin am Telefon, der ich sanft den Kopf zurechtrücken wollte, und die mir entgegenhielt, ich selber habe doch gesagt, Beuteschema ändern sei eine Lebensaufgabe. Ach, hab ich das? Manchmal bin ich ganz schön klug.
Und, ja, Beuteschema. Schöne Worte, gute Musik. Damit kriegt man mich, nicht immer, aber oft. In letzter Zeit dann aber doch nicht so sehr, in Zwangssituationen lernt man sich ja doch irgendwann auch mal selbst besser kennen, ob man will oder nicht.

Und wie ich es mir schon seit Jahren angewöhnt habe, mich in den
U-Bahn-Schächten so hinzusetzen, dass ich beim Blick auf die Anzeige niemanden neben mir sitzen habe, dessen Blick ich kreuzen müsste, um herauszufinden, wann die Bahn kommt. Und was das über mich aussagt, was über die Stadt.

Heute Schlagstrom. Bisschen Elektrisierung wird mir guttun.
Lautstärke, Rhythmus, Reduktion auf den Körper. Nachgedacht wird morgen wieder.


The future is, as well.
[Leben. All das.]

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Schlagstrom braucht es manchmal, aber, warum unbedingt ein Tripod?
 
Weil sie dann Ruby Tripod heißen würde, und das klingt gut.
Ach, eigentlich würd ich gern einfach noch eine dazu nehmen, die sonst keiner will. Wegen der extrem asozialen Art des Katers muss es aber ein Tier sein, dass sich zumindest theoretisch wehren kann. Ein Dreibein kann das, ein Zweibein oder ein blinder Felide hat da keine Chance mehr.

Schlagstrom: Architekt vs Monolith. Fantastobil!
wechselnd anwesend seit 8143 Tagen
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